01:36 19 Juni 2019
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    Siemens, Deutschland (Archivbild)

    „Unter westlichem Druck“: Wirtschaftspolitiker zu Turbinen-Debakel durch Siemens

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    Sanktionen gegen Russland (2017) (146)
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    Der von Siemens angekündigte Stopp der Lieferungen von Kraftwerksausrüstungen nach Russland wird dem deutschen Konzern laut dem Vizechef des Wirtschaftsausschusses des russischen Unterhauses, Sergej Schatirow, Riesenverluste beibringen.

    „Das ist ein Schlag gegen das Unternehmen, der ihm große Nachteile und Verluste bringen wird. Ist doch Siemens seit Jahrzehnten auf dem russischen Markt aktiv. Dieser ist für das Unternehmen sehr wichtig“, sagte Schatirow  gegenüber Sputnik.

    Ihm zufolge wurde die Entscheidung über die Einstellung der Lieferungen unter dem Druck des Westens getroffen. „Alle westlichen Unternehmen, die auf dem russischen Markt engagiert sind, werden auf dieselbe Weise unter Druck gesetzt“, sagte er.

    Die Entscheidung über die Kündigung des Lizenzabkommens widerspreche den Interessen des Siemens-Konzerns, der in einem gewissen Maße in die russische Wirtschaft, in die Wirtschaftsbeziehungen Russlands involviert sei, aber auch den Interessen der Mitarbeiter des Konzerns, die „ihren Lohn unter anderem im Zusammenhang mit den Lieferungen von Ausrüstungen nach Russland erhalten“, so Schatirow.

    „Es kann also ein weiteres Mal festgestellt werden, dass die Sanktionspolitik allen Seiten schadet“, resümierte Schatirow.

    Siemens hatte am Freitag mitgeteilt, dass alle vier Gasturbinen, die in die südrussische Region Krasnodar geliefert worden waren, „rechtswidrig, entgegen klarer vertraglicher Vereinbarungen, auf die Krim verbracht worden“ seien. Siemens hat die Beendigung eines Lizenzabkommens mit russischen Unternehmen über die Lieferung von Kraftwerksausrüstungen in Gang gesetzt.

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