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    Siemens-Logo, Deutschland (Archivbild)

    Siemens verliert russischen Markt

    © AP Photo / Matthias Schrader
    Politik
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    Mit der Beendigung der Lieferungen von Energieausrüstungen an russische Staatsunternehmen würde der Siemens-Konzern den russischen Markt verlieren, sagte der Dekan der Fakultät für Ingenieurtechnisches Management an der russischen Hochschule für Branchenmanagement, Sergej Serebrennikow.

    Gasturbine des deutschen Technologiekonzerns Siemens (Archivbild)
    © AFP 2019 / Michele Tantussi
    Der dadurch freigesetzte Raum könnte in mittel- bis langfristiger Perspektive von  anderen Lieferanten, darunter auch von russischen, besetzt werden, so Serebrennikow.

    Der Experte verwies darauf, dass der russische Markt für den deutschen Konzern, der sowohl Kraftwerksausrüstungen als auch Großausrüstungen wie Waggons für Hochgeschwindigkeitseisenbahnzüge liefere, von Schlüsselbedeutung sei.

    Er sei überzeugt, so Serebrennikow weiter, dass es zu keinem totalen Abbruch der Wirtschaftsbeziehungen und zu keiner Marktsperre kommen werde.

    Siemens hatte am Freitag erklärt, dass alle vier Gasturbinen, die für ein Projekt auf der Taman-Halbinsel bestimmt gewesen seien, „rechtswidrig“ auf die Krim verbracht worden seien. Der Konzern schlug die Aufkündigung des entsprechenden Vertrags vor. Siemens wolle außerdem die Lizenzabkommen mit russischen Unternehmen kündigen, die Lieferungen von Energieausrüstungen an russische Staatsunternehmen aussetzen und neue Kontrollmaßnahmen beschließen, hieß es.

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    Tags:
    Lieferungen, Siemens, Russland, Deutschland