21:15 07 August 2020
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    Die geplanten antirussischen Sanktionen des US-Senats sind laut dem Fernsehsender CNN bei zahlreichen führenden amerikanischen Großkonzernen auf Unmut gestoßen. Diese haben demnach eine Lobbykampagne gestartet, um eine Änderung des Gesetzentwurfs durchzusetzen.

    Grund sei die Sorge vor negativen Folgen für das Geschäft. Zu den Industrieriesen, die sich nach CNN-Informationen gegen die geplanten Einschränkungsmaßnahmen ausgesprochen haben, zählen die Firmen Boeing, Ford, Dow Chemical, Procter & Gamble, International Paper, Caterpillar und Cummins. Auch Energiegiganten wie BP, General Electric sowie Citigroup, Mastercard und Visa hätten sich dagegen ausgesprochen.

    Deren Lobbyisten versuchen laut dem Sender die Kongressmitglieder davon zu überzeugen, dass die neuen Sanktionen unvorhersehbare Folgen haben und dem Geschäft einen erheblichen Schaden zufügen könnten.

    Von einem kompletten Verzicht auf Sanktionen sei aber keine Rede, betont der Sender.

    Zuvor hatten auch Vertreter einiger europäischer Energie-Großunternehmen die antirussischen Sanktionen der USA verurteilt. Laut manchen Experten versuchen die USA unter dem Deckmantel von Russland-Sanktionen die US-Interessen auf dem internationalen Gasmarkt durchzusetzen.

    Am 15. Juni hatte der US-Senat einen Gesetzesentwurf gebilligt, der neue Sanktionen gegen Russland und den Iran vorsieht.

     

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    Sanktionen, British Petroleum (BP), General Electric (GE), Boeing, Russland, USA