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    Private und Staatsunternehmen aus China wollen zwei Milliarden US-Dollar in die Wirtschaft des umkämpften Syriens investieren. Das Geld soll für die Wiederherstellung der Wasserversorgung und der Stromnetze, für den Bau von Straßen und Häusern ausgegeben werden.

    Und das ist nur der erste Schritt. Experten sind sicher, dass Peking seinen Anteil an Verträgen zum Wiederaufbau des Landes nicht verpassen will, da es an einer baldigen Beendigung der Kämpfe glaubt. 

    Chinas Interesse an der Gewährleistung seiner Präsenz in Syrien entspricht seiner geographischen Lage – zwischen den Routen nach Kleinasien, Europa über das Mittelmehr und auf der Arabischen Halbinsel. Seit 2014 arbeitet Peking am Projekt einer „Neuen Seidenstraße“ – eines Transitnetzes, über das Peking Güter und Passagiere nach Europa bringen könnte. Eine der Routen soll demnach durch Syrien verlaufen. China investierte noch vor Ausbruch des Bürgerkrieges 2011 in die syrische Wirtschaft. 

    Laut dem Experten Pepe Excobar von der Online-Zeitung „Anytimes“ setzt China auf ein baldiges Ende des Bürgerkrieges in Syrien. „China richtet seine Strategie für mehrere Jahre“ und versucht bereits heute, seinen Platz im friedlichen Syrien zu sichern. 

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    © Fotolia / Ded Pixto
    Peking hofft auf vorteilhafte Verträge zum Wiederaufbau des Landes, wie Dmitri Absalow, Chef des Zentrums für strategische Kommunikationen, meint. „China baut nicht einfach Eisenbahnen oder Stromnetze, es macht dies nach seinen eigenen Technologien. Und das bedeutet, dass für die Wartung dieser Infrastruktur künftig chinesische Fachleute gebraucht werden“, sagte Absalow. 

    Chinas Präsenz in Syrien sei außerdem eine Reaktion auf das Interesse der USA in Bezug auf seine Nachbarländer. Syrien liegt in der Nähe solcher US-Verbündeten wie die Türkei und Saudi-Arabien.  

    Doch Russland brauche sich Absalow zufolge keine Sorgen um eine Konkurrenz mit China in Syrien zu machen. Es sei nur wenig wahrscheinlich, dass der syrische Staatschef Bashar al-Assad China erlaubt, einen Militärstützpunkt einzurichten. Die beiden Staaten würden hauptsächlich wirtschaftlich kooperieren. 

    Wie der syrische Botschafter in China zuvor mitgeteilt hatte, werden Russland, China und der Iran den Vorzug bei allen Wirtschaftsprojekten bekommen. 

     

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    Tags:
    Große Seidenstraße, Projekte, Grund, Investitionen, USA, Syrien, Russland, China