Widgets Magazine
13:19 18 August 2019
SNA Radio
    Sprecher des Weißen Hauses Sean Spicer

    Pressesprecher und Pechvogel: Spicers größte Patzer, die in Erinnerung bleiben werden

    © AP Photo / Evan Vucci
    Politik
    Zum Kurzlink
    0 321

    Sean Spicer hat das Amt des Pressesprechers des Weißen Hauses ein halbes Jahr lang innegehabt. In diesem kurzen Zeitraum schaffte er es aber, durch zahlreiche Skandale, fragwürdige Äußerungen und alberne Ausrutscher aufzufallen, und wird so sicherlich in Erinnerung bleiben. Hier die bekanntesten Sprüche und Fauxpas des zurückgetretenen Sprechers.

    „Erfolgreicher“ Anfang

    Schon bei seinem ersten Auftritt als Pressesprecher geriet Spicer in einen Streit mit Journalisten. So versprach er bei dem Briefing, diejenigen Medien zur Verantwortung zu ziehen, die die Fakten zur Amtseinführung von Donald Trump angeblich verdreht hätten. Er warf Korrespondenten vor, die Zahl der Zuschauer bei der Vereidigungszeremonie bewusst zu untertreiben.

    Die Journalisten blieben jedoch dabei: Nach einem Vergleich von Bildern aus dem Jahr 2013 und 2016 kamen sie zu dem Schluss, dass mehr Menschen gekommen waren, um Barack Obamas Amtseinführung beizuwohnen.

    Hitler und Assad

    Sean Spicer, der Pressesprecher des Weißen Hauses
    © AFP 2019 / Brendan Smialowski
    Mit diesem Kommentar über Syrien hatte Spicer aber richtig danebengegriffen: Er warf im April dem syrischen Staatschef Baschar al-Assad einen Giftgas-Einsatz vor und betonte dabei, selbst Hitler habe sich so etwas nicht erlaubt.

    Als ihn die verblüfften Journalisten um eine Erklärung baten, machte Spicer alles nur noch schlimmer. Hitler habe Chemiewaffen „nicht auf dieselbe Weise“ wie Assad eingesetzt, erläuterte er. Dann legte er nach und bezeichnete Gaskammern als „Holocaust-Zentren“.

    Diese Aussage löste in der ganzen Welt Empörung aus. Später musste sich Spicer entschuldigen: Seine Worte seien „taktlos“ gewesen, räumte er ein.

    Joe oder Justin? Turnbull oder Trumble?

    Auch die richtige Aussprache der Namen von Politikern und deren Posten zählte nicht gerade zu Spicers Stärken. So nannte er einmal den kanadischen Premierminister Justin Trudeau „Joe“.

    Ein ähnlicher Patzer unterlief ihm, als er den Nachnamen des australischen Premiers Malcolm Turnbull falsch aussprach: Statt Turnbull nannte er ihn bei einem Briefing beharrlich „Trumble“.

    Der Pressedienst des Weißen Hauses machte unter der Leitung von Spicer auch peinliche Fehler bei Pressemeldungen. So wurde in einer solchen Meldung beispielsweise der japanische Premier Shinzo Abe als Präsident bezeichnet.

    Auch mit seinem Aussehen verwirrte Spicer manchmal das Netz. So war im Mai ein Foto aufgetaucht, auf dem Spicer mit Schuhen verschiedener Farben zu sehen ist. Er sieht dabei so aus, als wollte er dies verbergen.

    Medienecho

    Spicers Rücktritt stieß bei der Mehrheit der Medien erwartungsgemäß auf wenig Mitgefühl. Die Zeitung „The Washington Post“ bezeichnete in ihrem jüngsten Artikel seine Zeit als Pressesprecher sogar als „Katastrophe“. Auch andere Medien standen WP in nichts nach.

    Der Fernsehsender CNN schrieb: „Fast vom Augenblick von Spicers Ernennung an war offensichtlich, dass er für diesen Posten nicht geeignet war.“

    Die Zeitung „Politico“ schrieb: „Die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen war fragwürdig. Er hatte regelmäßig Erklärungen gemacht, die den Tatsachen widersprachen, und verteidigte die haltlosen Behauptungen seines Chefs.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Trumps Ex-Sprecher Spicer: „Der Präsident wollte meinen Rücktritt nicht“
    Wenige Stunden nach Spicers Rücktritt: Weißes Haus hat neue Sprecherin
    Trumps Pressesprecher Sean Spicer tritt zurück
    Tags:
    Donald Trump, Sean Spicer, USA