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12:45 17 Oktober 2019
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    Cyberangriffe (Symbolfoto)

    So viel Geld wollen USA für EU-Schutz vor „russischen Cyberangriffen“ bieten

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    Politik
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    Sanktionen gegen Russland (2017) (146)
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    Der Gesetzentwurf des US-Kongresses über neue Sanktionen gegen Russland sieht unter anderem die Bereitstellung von 250 Millionen US-Dollar (ca. 214 Millionen Euro) für den Schutz von Washingtons Partnern vor angeblichen russischen Cyberattacken vor. Das geht aus dem am Samstag auf der Webseite des Kongresses veröffentlichten Dokument hervor.

    Demnach sollen diese Mittel in den Jahren 2018-2019 für den „Schutz der kritischen Infrastruktur und Wahlmechanismen“ vor angeblichen Cyberangriffen in den Nato- und EU-Ländern bestimmt sein.

    Man gehe davon aus, dass die Finanzierung seitens der USA ermöglichen würde, mangelnde „Wirtschaftsmöglichkeiten dieser Länder für eine effiziente Antwort auf Russlands Aggression“ zu kompensieren. 

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass die neuen antirussischen Sanktionen, über die das US-Repräsentantenhaus am kommenden Dienstag abstimmen soll, nach wie vor gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 gerichtet seien.

    Der im Juni vom US-Senat gebilligte Gesetzentwurf zu den neuen Russland-Sanktionen ist bereits von vielen Seiten kritisiert worden. Zahlreiche Großkonzerne wie Boeing, BP, Exxon, General Electric und andere forderten eine Änderung des Gesetzentwurfs aus Sorge vor negativen Folgen für ihr Geschäft.

    US-Geheimdienste hatten am 6. Januar einen Bericht veröffentlicht, in dem Russlands Präsident Wladimir Putin persönlich für die Hackerangriffe auf US-Ziele während des Präsidentschaftswahlkampfes in den USA verantwortlich gemacht wird. Ihm wird vorgeworfen, sich in den politischen Prozess in den USA eingemischt zu haben, um die demokratische Kandidatin Hillary Clinton in Misskredit zu bringen. Die USA haben Moskau bereits mehrmals der Einmischung in den Wahlkampf beschuldigt. Moskau weist indes sämtliche Anschuldigungen zurück.

     

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    Tags:
    Hackerangriffe, Sanktionen, US-Repräsentantenhaus, US-Kongress, Wladimir Putin, Hillary Clinton, USA, Russland