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01:11 18 Oktober 2019
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    VIDEO: Chinas Schiffe in Ostsee eingelaufen – Experte zu geopolitischen Folgen

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    Russlands Verteidigungsministerium hat am vergangen Wochenende ein Video von der Ankunft chinesischer Schiffe in der russischen Exklave Kaliningrad veröffentlicht. Der chinesische Experte Ma Bin von der Fudan-Universität erläuterte gegenüber Sputnik, warum das derzeitige russisch-chinesische Manöver einen begrenzten geopolitischen Einfluss hat.

    Regelmäßige gemeinsame Militärmanöver sind sehr wichtig für bilaterale Beziehungen, meint der Forscher. Die russisch-chinesischen Übungen seien, entgegen den Befürchtungen mancher Seiten, nicht gegen irgendein Land gerichtet.

    China baue die Außenkontakte seiner Marine ständig aus. Deshalb ziehen die russisch-chinesischen Seeübungen so viel öffentliche Aufmerksamkeit an, so Ma Bin weiter. Das sei vor allem dadurch zu erklären, dass Russland und China diese Übungen selbständig vereinbarten.

    Die Reichweite der chinesisch-russischen Übungen dehne sich zudem aus, sodass diese manchmal in den existierenden Konfliktzonen stattfänden. Dies führe dazu, so der Experte, dass verschiedene Seiten diese Manöver unterschiedlich bewerten.

    Besonders nach den gemeinsamen russisch-chinesischen Seeübungen im Ost- und Südchinesischen Meer im vergangenen Jahr könnten die derzeitigen Seeübungen in der Ostsee als Chinas Unterstützung für Russland im Widerstand gegen die Nato gedeutet werden. 

    Das „Maritime Zusammenwirken 2017“ ist laut Ma Bin nicht gegen eine dritte Seite gerichtet. Dabei handle es sich um ein regelmäßiges Manöver, dessen Ziel nicht über den Rahmen der „strategischen Zusammenarbeit” hinauslaufe. Die Übungen dienten der Stärkung der strategischen Partnerschaft und des gegenseitigen Vertrauens.

    Daher hätten sie nur einen begrenzten Einfluss auf die Geopolitik und stellten auch keine Gefahr für Nachbarländer dar.

    Am vergangenen Freitag war ein chinesischer Schiffsverband in Baltijsk im Gebiet Kaliningrad zur Teilnahme an der gemeinsamen russisch-chinesischen Übung in der Ostsee eingetroffen. Das diesjährige Flottenmanöver ist bereits das sechste russisch-chinesische Manöver seit 2012.

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    Manöver, Maritimes Zusammenwirken 2017, Kaliningrad, Ostsee, China, Russland