05:20 21 November 2019
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    U-Jagdboot „Winnica“ (Archivfoto)

    Krimflotte: Einziges Kiew-treues Schiff wird auf Kosten der Crew gewartet

    © Foto : ukrainische Flotte
    Politik
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    Nach dem Anschluss der Krim-Schwarzmeerhalbinsel an Russland hat sich nur die Crew einer halbwegs funktionierenden Korvette dazu entschlossen, weiter Dienst unter der ukrainischen Flagge zu leisten. Nun kann sie nicht in See stechen und muss dazu noch auf Kosten der Besatzung gewartet werden.

    Nach Angaben der ukrainischen Onlinezeitung gazeta.ua, die sich auf die Besatzung beruft, ist das U-Jagdboot „Winnica“, das 1993 nach dem Zerfall der Sowjetunion von Russland an die Ukraine übergeben wurde und nach dem Krim-Anschluss 2014 in den Hafen von Odessa eingelaufen war, seit längerem defekt und nicht imstande, in See zu stechen.

    Wie der Kapitän der Korvette, Alexej Melnik, gegenüber dem Blatt äußerte, gibt es Bedarf an einer Generalwartung, doch die ukrainische Flotte scheint daran kein Interesse zu haben.

    „Der Schiffsrumpf braucht Schweißarbeiten, die Geräte müssen vollständig ausgetauscht werden. Das sind sehr hohe Kosten“, betont Melnik. Nun müsse die Schiffsbesatzung für die Reparatur und einen frischen Anstrich aufkommen, außerdem sei man auf Hilfe von Freiwilligen angewiesen.

    Taucher (Symbolbild)
    © Sputnik / Anton Denissow
    Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des Krim-Referendums hatte die Mehrheit der in den Gewässern der Krim stationierten Schiffe der ukrainischen Marine die russische Marineflagge gehisst. Für einen Wechsel zu den russischen Streitkräften entschieden sich mehr als 70 auf der Krim stationierte ukrainische Verbände, darunter 25 Schiffe der Dienstflotte und sechs Kampfschiffe der ukrainischen Marine. Bei der Wiedervereinigung der Schwarzmeerhalbinsel verlor die Ukraine auch ihre einzige Marineakademie in Sewastopel.

    Die Ukraine verfügt derzeit über rund ein Dutzend Schiffe, die nach Einschätzung von Experten einer Generalwartung bedürfen und sich auf See wohl kaum in einem Gefecht behaupten könnten.

    So war das zu Sowjetzeiten gebaute Flaggschiff der ukrainischen Flotte — die Fregatte „Hetman Sahajdatschnyi“ – im Mai direkt nach einer Generalwartung erneut außer Betrieb.

    Während der Maidan-Proteste im Winter 2014 hatte der ukrainische Verteidigungsminister Igor Tenyukh mitgeteilt, dass nur vier Kriegsschiffe (darunter „Hetman Sahajdatschnyi“) „bedingt kampfbereit “ seien.

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    Tags:
    Flotte, Krim, Russland, Ukraine