Widgets Magazine
15:25 14 Oktober 2019
SNA Radio
    WikiLeaks-Betreiber Julian Assange (Archivbild)

    Nach Fake-Blamage: Newsweek feuert offenbar den Autor – nun greift dieser Assange an

    © Sputnik / Alex Mcnoton
    Politik
    Zum Kurzlink
    9539
    Abonnieren

    Kurt Eichenwald, jener Liebling der US-Mainstream-Medien, den alle gerne hassen, ist von der Zeitschrift „Newsweek“ offenbar entlassen worden. Zuvor hatte sich das Magazin mit einem ehemaligen Sputnik-Autor geeinigt, der von Kurt Eichenwald in einem Beitrag verleumdet worden war.

    Der Beitrag enthielt Fake-News, die den Verdacht erregten, Sputnik, WikiLeaks und der US-Präsident steckten unter einer Decke. Auf den Artikel folgte eine Verleumdungsklage, die „Newsweek“ außergerichtlich beilegte.

    Eichenwald reagierte darauf, indem er einen anderen Bösewicht beschwor: Den WikiLeaks-Betreiber Julian Assange.

    Denn der Gründer der Enthüllungsplattform machte am Sonntag seine 276.000 Follower in einem Tweet darauf aufmerksam, dass Eichenwalds Vita bei Twitter seit Freitag nicht mehr auf dessen Verbindung zu „Newsweek“ verweist. Nachdem Assange dann einen Bericht des „Paste Magazine“ über die außergerichtliche Einigung von „Newsweek“ mit dem Sputnik-Autor Bill Moran geteilt hatte, wetterte Eichenwald am Sonntag gegen den WikiLeaks-Betreiber.

    Er habe eine neue Idee, wie er seinen entspannten Sonntag verbringen könnte: „Hey Julian Assange: Wie wär’s, wenn ich meinen Tag damit verbringe, Berichte zu teilen darüber, wie deine besten Kumpel die Demokratie angreifen?“, spottete Eichenwald.

    „Einen letzten noch“, schrieb Eichenwald, bevor sich dann eine regelrechte Flut verstörter Anschuldigungen und Beleidigungen gegen Assange ergoss: „Zu Ehren von Julian Assange werde ich jetzt in einem Restaurant essen“, twitterte Eichenwald. „Er kann das ja nicht machen. Denn wenn er die Botschaft verlässt, wird er wegen Vergewaltigung festgenommen.“

    Insgesamt lieferte Eichenwald genug für eine Rufmordklage ab: „Hey @JulianAssange. Das ist, wo ich bin. Das nennt sich Freiheit. Zu dumm, dass du gemeiner Vergewaltiger nie wieder erfahren wirst, wie das ist.“

    ​„Ich möchte ganz klar sagen: Wenn Julian Assange WikiLeaks auf mich ansetzt, dann wisst ihr, wer er ist.“

    Ob Assange Schadensersatzansprüche gegen Eichenwald geltend machen will, ist Sputnik unbekannt. Jedoch twitterte der WikiLekas-Gründer am Montag: „Viele ‚Journalisten‘ mit Verbindungen zum CIA glauben, sie könnten mich und andere straffrei verleumden. Sie irren. WikiLeaks hat Ressourcen und Einfluss.“

    ​Begonnen hatte das ganze Drama im Oktober, als Moran sich an Eichenwald wandte, um einen Bericht zurückzunehmen, nachdem Moran einen Beitrag von Eichenwald irrtümlicherweise dem Clinton-Vertrauten Sidney Blumenthal zugeschrieben hatte und auf Grundlage dieser irrtümlichen Zuschreibung einen Artikel verfasste.

    Zwar fiel der Fehler Moran auf, sodass er den Artikel wieder löschte, doch dessen kurzes Online-Leben war durchaus ausreichend, damit Eichenwald mit einer wilden Verschwörungstheorie aufkreuzte, in der er Sputnik, WikiLeaks und Trump in einen Topf warf. Diese „Theorie“ gründete darauf, dass Trump auf einer Kundgebung am selben Tag jenen Tweet zitierte, welcher bei Moran bereits zu der irrtümlichen Geschichte geführt hatte.

    Statt seinen eigenen Fehler einzugestehen, bot Eichenwald Moran an, ihm einen Job bei „New Republic“ zu vermitteln – im Gegenzug für dessen Schweigen. Außerdem drohte er Moran: „Wenn du damit an die Öffentlichkeit geht’s, wirst du es bereuen.“

    Die Mainstream-Medien haben jedenfalls ihren Liebling gefunden: Einen „Experten“, um die lukrative Auseinandersetzung um die „Russen, die die US-Wahl gehackt haben“, anzuheizen.

    CNN, NPR und andere haben ihm gerne eine Plattform geboten, ohne bei Sputnik um einen Kommentar nachzufragen. Und MSNBC hat Eichenwald gar als Autor engagiert. Er hat es geschafft, Sputnik, WikiLeaks, Putin, und Trump in einen ganz großen Topf zu werfen, und die größten Medien haben ihn mit offenen Armen empfangen.

    Auf eine offizielle Anfrage bezüglich Eichenwalds Verbindungen zu der Online-Publikation hat „Newsweek“ nicht geantwortet. Die Bedingungen der Einigung mit Moran bleiben vertraulich.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Julian Assanges Notruf an Hillary Clinton – VIDEO
    Assange kommentiert Einbehalten von diplomatischem Vermögen Russlands in den USA
    Assange: CNN droht Strafverfahren wegen Situation um „Prügel“-Video mit Trump
    Tags:
    Fakes, Sputnik, Newsweek, WikiLeaks, Twitter, Donald Trump, Wladimir Putin, Kurt Eichenwald, Julian Assange, Russland, USA