23:01 17 November 2019
SNA Radio
    Luftabwehrsysteme S-400 bei der Siegesparade-2016 in Moskau (Archivbild)

    Kreml zu Unterzeichnung von Dokumenten zu S-400-Raketensystemen mit Ankara

    © Sputnik / Grigorij Syssoew
    Politik
    Zum Kurzlink
    3395
    Abonnieren

    Im Kreml hat man auf beliebige Kommentare in Bezug auf die Information über die Unterzeichnung von Dokumenten zur Lieferung russischer Flugabwehrraketensysteme S-400 an die Türkei verzichtet.

    „Wir kommentieren das nicht“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gegenüber der Agentur RIA Novosti am Dienstag.

    Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärt, dass alle Unterschriften unter die Dokumente zur Lieferung russischer Flugabwehrraketensysteme S-400 gesetzt worden seien. „Hoffentlich sehen wir S-400 in unserem Land. Und wir werden ihre gemeinsame Herstellung einleiten“, sagte Erdogan in einer Sitzung der Parlamentsfraktion der regierenden „Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung“ am Dienstag in Ankara.

    Der Präsident präzisierte nicht, wann und unter welches Dokument konkret die Unterschriften gesetzt wurden. Am Vortag hatte er geäußert, dass die Verhandlungen mit Russland zu S-400 Lieferungen „im Wesentlichen beendet sind“.

    Das S-400-System (Nato-Code SA-21 Growler) ist mit einer Reichweite von 400 Kilometern gegen alle Typen von Flugzeugen über Drohnen bis zu Marschflugkörpern wirksam und kann auch taktische Raketen abfangen. Selbst Tarnkappenflugzeuge (Stealth) haben dagegen keine Chance. Jedes System kann gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometern Höhe mit insgesamt 72 Raketen beschießen. Das System ist kompatibel für vier Raketentypen, die sich in Gewicht und Reichweite unterscheiden.

    Derzeit hat Russland einen Liefervertrag für die S-400-Systeme „Triumph“, die noch keine Analoga weltweit haben, nur mit China abgeschlossen. Außerdem werden Verhandlungen mit Indien geführt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Russische S-400-Raketen – Türkei reiht sich in die Käuferschlange ein
    Wie Pentagon auf möglichen S-400-Deal zwischen Ankara und Moskau reagierte
    Nato-Mitgliedschaft der Türkei stört S-400-Deal mit Russland nicht – Botschafter
    Deshalb will Türkei bei Russland S-400 für 2,5 Mrd. Dollar kaufen - Bloomberg
    Tags:
    Kommentar, Unterzeichnung, Dokumente, Lieferung, S-400, Kreml, Dmitri Peskow, Türkei, Russland