16:47 27 Oktober 2020
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    Das Pentagon hat einer fiktiven Polizeibehörde Schusswaffen und Spezialausrüstung im Wert von 1,2 Millionen Dollar ausgehändigt. Dies folgt aus einem Bericht des US-Rechnungshofs (GAO).

    Laut dem Dokument haben die Rechnungsprüfer das US-Programm über die Übergabe angesammelter Überschüsse an Waffen des Militärs an die Polizei unter die Lupe genommen. Dafür hätten GAO-Mitarbeiter kurzerhand eine Internetseite eines nicht existierenden Police Departments geschaffen und einen Antrag auf Waffenlieferungen gestellt.

    Auf der Seite sei behauptet worden, dass ausgerechnet diese Polizeibehörde erstklassige Arbeit in den Bereichen Sicherheit und Anti-Terror-Kampf leiste. Als Sitz sei die Adresse eines leeren Parkplatzes angegeben worden.

    Innerhalb einer Woche seien den nicht existierenden Fake-Polizisten dann ohne jegliche Verifizierung oder einem vorherigen Treffen Ausrüstung und Waffen im Wert von 1,2 Millionen Dollar übergeben worden — Nachtsichtbrillen, M-16A2-Traininggewehre und Komponenten für Rohrbomben. Obwohl keine letalen Waffen dabei waren, ist sich die GAO sicher, dass ein Großteil davon in funktionierende Schusswaffen und Bombenteile umgebaut werden könnte.

    Nun ist das Pentagon dazu aufgerufen, Maßnahmen zur besseren Kontrolle über die Ausgabe von Ausrüstung und Waffen zu verschärfen und Maßnahmen zu ergreifen, die mögliche Betrugsfälle minimisieren.

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    Tags:
    Waffen, Government Accountability Office (GAO), Pentagon, USA