14:06 02 Juni 2020
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    Kein Frieden im Donbass (2017) (211)
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    Die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ bewertet die Äußerungen des US-Sondergesandten für die Ukraine, Kurt Volker, und versucht, die Absichten der US-Regierung angesichts der Regelung der Krise in der Ostukraine zu erkennen.

    Die Zeitung verweist auf die Widersprüchlichkeit der Äußerungen von Volker. So habe er am Mittwoch angekündigt, die USA würden gerne die Regelung des Konflikts im Donbass „auf eine neue strategische Ebene" bringen: „Die USA sollten eine aktivere Rolle in diesem Prozess spielen, und gerade deshalb wurde ich auf diesen Posten ernannt", sagte er gegenüber dem Nachrichtensender „Nastojaschtscheje Wremja" (zu dt.: „Gegenwärtige Zeit"). Deutschland und Frankreich als Partner in der Normandie-Vierer-Gruppe sollten auch stärker miteinbezogen werden, fügte er hinzu.

    Moskauer Kreml
    © Sputnik / Jewgenija Nowoshenina

    Zuvor habe Volker in einem Unterview mit dem TV-Sender BBC geäußert, Washington wolle das Minsker Format nicht ändern, betont die Zeitung. „Beim Minsker Prozess sind einige Momente wichtig. Erstens sind diese Vereinbarungen ein funktionierender Mechanismus der Gespräche, und wir wollen diesen nicht brechen", erläuterte er.

    „Wenn aber das Minsker Format nach wie vor die wichtigste Plattform für Verhandlungen zur Regelung des Konflikts im Donbass bleibt, von was für neuen ‚strategischen Höhen‘ spricht dann Volker?", fragt die Zeitung.

    Seien aber diese Äußerungen bloß ein neuer Versuch seitens des US-Diplomaten, im Trüben zu fischen, dann seien neue wertvolle Vorschläge und Ideen von Volker kaum zu erwarten. Eigentlich könne die Ukraine die Kekse, die die Ex-US-Vizeaußenministerin Victoria Nuland auf dem Kiewer Maidan verteilt habe, auch bis heute nicht verdauen, schreibt „Rossijskaja Gaseta" abschließend und empfiehlt der neuen US-Regierung, ihren Vorgängern keine Schritte nachzuahmen.

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    Minsker Abkommen, Regelung, Kurt Volker, Donbass, Ukraine, USA