21:22 19 Oktober 2018
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    „Lasst US-Astronauten zu Pferde zur ISS reiten“: Experte schlägt Gegensanktionen vor

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    Politik
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    Russland sollte die Kooperation mit den USA im Weltall einstellen, keine Raketentriebwerke mehr liefern und in US-Wertpapiere investierte Geldmittel abziehen, wenn Washington das neue Sanktionsgesetz verabschieden sollte. Dies schlug der Moskauer Politologe Nikolaj Platoschkin in einer von MIA Rossiya Segodnya organisierten Diskussionsrunde vor.

    „Im amerikanischen Gesetzentwurf gibt es einen Hinweis – Punkt 237. Dort steht: die Sanktionen sollen keineswegs NASA-Projekte betreffen. Lasst sie bitte betroffen werden“, sagte der Moskauer Politikwissenschaftler und Ex-Diplomat. „Lasst die amerikanischen Astronauten zur Internationalen Raumstation zu Pferde reiten.“ Dabei könne man Europäer, Japaner und Chinesen weiterhin zur ISS bringen.

    Im vom Repräsentantenhaus des US-Senats gebilligten Gesetzentwurf heiße es zudem, dass die Sanktionen die Zusammenarbeit mit Russland im Bereich von Raketentriebwerken keinesfalls betreffen dürften. „’NPO Energomasch’ exportiert Raketentriebwerke an die USA. Lasst uns diese nicht mehr liefern“, schlug Platoschkin vor.

    Dem Experten zufolge wird die mögliche Gegenausweisung von US-Diplomaten aus Russland auf die USA so gut wie keinen Einfluss haben. „Wir sollten unsere Geldmittel aus dem Land ausführen, die in amerikanische Staatspapiere investiert sind“, so Platoschkin. Stattdessen könnte man lieber deutsche Staatspapiere kaufen.

    „Wenn diese Sanktionen verhängt werden, müssen wir den Export von russischem Dünger in die USA stoppen. Das ist der größte Handelsbereich“, sagte der Politologe. Dabei werde Russland gar nichts verlieren, denn die Chinesen könnten doppelt so viel kaufen, wie die Amerikaner.

    Am Dienstag hatte das Repräsentantenhaus des US-Kongresses dem Gesetzentwurf über Sanktionen gegen Russland, den Iran und Nordkorea zugestimmt. Er wurde mit 419 gegen drei Stimmen angenommen. Nun soll das Dokument an den US-Senat weitergeleitet werden. Wird es angenommen, muss es dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden. Der Kreml hat den Entwurf bereits „äußerst negativ“ bewertet.

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    Tags:
    Astronauten, Wertpapiere, Triebwerk, Gegensanktionen, Geld, Weltall, Kooperation, Investitionen, Export, Internationale Raumstation ISS, NASA, USA, Russland