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15:25 22 Oktober 2019
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    Italiens Botschafter in Moskau begründet Wiedervereinigung der Krim mit Russland

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    Das Krim-Referendum über die Wiedervereinigung der Halbinsel mit Russland ist eine Abstimmung über die Unabhängigkeit gewesen. Das sagte der italienische Botschafter in Moskau, Cesare Maria Ragaglini, in einem Interview der Zeitung „Corriere della Sera“.

    Der Interviewer bezeichnete die Aufnahme der Krim in den Staatsverband Russlands als eine Annexion und einen Verstoß gegen das Völkerrecht. „Aber die Krim war bei weitem nicht das erste Land, das für seine Unabhängigkeit in Europa gestimmt hatte“, konterte der Diplomat.

    „Niemand bestreitet das Recht eines souveränen Staates, sich einer internationalen Organisation anzuschließen. Ohne Zweifel waren die Verhandlungen zwischen der EU und der Ukraine (über die Assoziierung) stark politisch geprägt: Das war ein klarer Versuch, Kiew dem historischen Einfluss Russlands zu entziehen. Sollte das der Zweck gewesen sein, ist die EU daran gescheitert (…) Die Europäische Union hätte ökonomische und historische Verbindungen zwischen Moskau und Kiew nicht unterschätzen dürfen“, betonte Ragaglini.

    Die nach der Wiedervereinigung mit der Krim gegen Russland verhängten Sanktionen würden Moskau kaum dazu bewegen, seine Position zum Ukraine-Problem zu ändern, fügte der Diplomat hinzu.

    Das Blatt schreibt ferner, dass der zum Botschafter in Moskau 2013 berufene Ragaglini sein Amt zum Jahreswechsel verlässt. Das Außenministerium in Rom hat Äußerungen des Botschafters bislang nicht kommentiert.

    Die Krim wurde Teil Russlands nach einem Referendum vom März 2014, bei dem die überwiegende Mehrheit der Bewohner für den Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt hatte. Die Ukraine, die EU und die USA wollen die Resultate des Referendums nicht anerkennen. Moskau erklärte mehrmals, dass der Beitritt der Region in strikter Übereinstimmung mit völkerrechtlichen Normen erfolgt war.

     

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    Tags:
    Begründung, Wiedervereinigung, Cesare Maria Ragaglini, Krim, Italien, Russland