16:13 21 September 2017
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    philippinischer Präsident Rodrigo Duterte beim Besuch Militärstützpunkt in Marawi (Archivbild)

    Duterte: „Schulen nur nachts bombardieren“

    © REUTERS/ Malacanang Presidential Palace
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    Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte will bestimmte Schulen aus der Luft angreifen, weil die Kinder dort angeblich zu Staatsfeinden erzogen werden. Dies berichtet das Portal „Newsru“. Gegen Menschenrechte will Duterte aber nicht verstoßen. Deswegen: Bombardiert wird nur nachts, wenn keine Kinder da sind.

    „Ich werde alle Schulen zerstören, die unsachgemäß genutzt werden“, sagte der Präsident laut dem Portal. Aber: „Ich habe nicht gesagt, dass ich sie zusammen mit den Menschen bombardieren werde. Ich habe alle gebeten, dort wegzugehen.“

    Von Dutertes Drohung betroffen sind Schulen der Lumad, einer indigenen, nicht-muslimischen Volksgruppe. In diesen Schulen werde den Kindern „Staatszersetzung und Kommunismus“ beigebracht, sie würden zu Terror inspiriert, erklärte Duterte laut dem Portal.

    Menschenrechtsorganisationen, darunter Human Rights Watch, warnten den philippinischen Präsidenten, Luftangriffe auf Schulen würden als Kriegsverbrechen gewertet werden.

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    Tags:
    Luftangriffe, Kinder, Schulen, Human Rights Watch (HRW), Rodrigo Duterte, Philippinen
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