00:46 30 März 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    191874
    Abonnieren

    Der erneute Start einer nordkoreanischen Rakete führt aus Sicht des Direktors des russischen Instituts für moderne Staatsentwicklung, Dmitri Solonnikow, die Hilflosigkeit Washingtons im Widerstand gegen Pjöngjang vor Augen.

    Nordkorea tut das, was es für notwendig erachtet

    Die Situation um die nordkoreanischen Raketentests könne sich erst dann ändern, sobald Pjöngjangs Rakete irgendein Land erreiche.

    „Bislang haben wir Raketen gesehen, die ins Meer abstürzen und oft ihr Ziel nicht erfüllen, und das ist die Wiederholung desgleichen Szenarios“, sagte Solonnikow gegenüber der Nachrichtenwebseite rueconomis.

    Nordkorea tüftle an einer neuen Rakete, doch alle sehen dem Experten zufolge, dass diese noch nicht zur Gänze entwickelt ist. „Der jetzige Start unterscheidet sich durch nichts von den bisherigen“, so Solonnikow weiter.

    Das größte Problem sei jedoch, dass Nordkorea dabei die USA und deren Sanktionen, die Position Chinas, Japans und auch Russlands beharrlich ignoriere.

    Leere Drohungen der USA

    In der albernsten Lage seien aber die USA, die ihre Seestreitkräfte vor der nordkoreanischen Küste konzentriert und fast schon mit einem Atomschlag gedroht hätten.

    Am Ende sei aus diesen Drohungen aber nichts geworden: „Nordkorea setzt weiterhin seine Pläne um, und die USA zögern und sehen dabei als die verlierende Seite aus, die nur für heiße Luft sorgt.“

    Das sei tatsächlich ein Beispiel für die ganze Welt, eine Demonstration dessen, wie man einem solchen Riesen wie den USA die Stirn bieten könne.

    Das Thema Nordkorea sei in letzter Zeit deshalb in den Hintergrund gerückt, weil die USA verloren hätten, ist der Experte überzeugt. Die Lage weiter anzuheizen, würde militärische Schritte gegen Pjöngjang bedeuten, wozu Washington aber noch nicht bereit sei. Eine Demonstration der Stärke ohne die darauffolgende Anwendung dieser Stärke habe noch niemanden einschüchtern können.

    „Die USA haben gezeigt, dass sie nicht imstande sind, den Konflikt zu regeln. Deshalb ist das Thema Nordkorea in den Nachrichten weniger präsent, damit Washington nicht als schwaches Kettenglied dasteht“, schlussfolgert Solonnikow. 

    Am vergangenen Freitagabend hatte Nordkorea eine interkontinentale ballistische Rakete gestartet. Staatschef Kim Jong-un soll den Start als „strenge Warnung“ an die USA bezeichnet haben.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Nordkorea warnt Washington: „Ganzes US-Festland in Reichweite unserer Rakete“
    Trotz Sanktionen: Nordkoreas Wirtschaft erreicht Wachstumsrekord
    Seoul schlägt Pjöngjang Abrüstung und ewigen Frieden vor
    Pjöngjang spricht von "fatalem Fehler" seitens USA
    Tags:
    Verlierer, Niederlage, Raketenstart, Nordkorea, USA