17:26 18 September 2020
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    Die US-Administration erwägt zurzeit laut ihrer Sprecherin Sarah Sanders eventuelle Folgen der Kürzung der Zahl der US-Diplomaten in Russland sowie mögliche Gegenmaßnahmen.

    „Zurzeit prüfen wir unsere Varianten (der Handlungen – Anm. d. R.). Und wenn wir bereit sein werden, etwas zu sagen, geben wir Ihnen dies zu verstehen“, sagte Sanders am Montagabend bei einem Pressegespräch.   

    Ihr zufolge betrachtet Washington die Verringerung der Zahl der US-Diplomaten in Russland um 755 Personen als einen „durch nichts provozierten Akt“, der ein Bedauern hervorruft.

    „Die russische Regierung hat die US-amerikanische Mission in Russland gebeten, die Gesamtzahl ihrer Mitarbeiter bis zum 1. September bis auf 455 zu reduzieren. Dieser Akt ruft ein Bedauern hervor und ist durch nichts provoziert“, behauptete sie.

    Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin erklärt, dass insgesamt 755 Mitarbeiter der diplomatischen Missionen der USA Russland verlassen müssen. Damit sinkt deren Zahl auf 455 – das entspricht der Zahl der russischen Diplomaten in den Vereinigten Staaten. Wie Putin weiter betonte, haben die USA einen durch nichts provozierten Schritt zur Verschlechterung der Beziehungen zu Moskau unternommen. Zugleich sagte Putin, er unterstütze keine Einschränkungen der Zusammenarbeit, die für die USA „spürbar“ wären.

    Die Ausweisung der US-Diplomaten war eine Reaktion Russlands auf die jüngst vom US-Senat beschlossenen Sanktionen.

    Ex-Präsident Barack Obama hatte Ende 2016 Sanktionen gegen Russland wegen angeblicher Einmischung in die US-Wahl verhängt. Darüber hinaus stempelte Obama 35 russische Diplomaten als Agenten ab und verwies sie des Landes.

     

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    Tags:
    Ausweisung, Diplomaten, Gegenmaßnahmen, Wladimir Putin, Barack Obama, Sarah Huckabee Sanders, Russland, USA