12:55 22 April 2019
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    Sohn des US-Präsidenten Donald Trump, Donald Trump-Junior

    WP nennt Autor der „Falsch-Erklärung“ zu Trump jr.-Treffen mit russischer Anwältin

    © REUTERS / Brian Snyder
    Politik
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    Die erste Pressemitteilung über ein Treffen des Sohns des US-Präsidenten Donald Trump, Donald Trump-Junior, mit der russischen Rechtsanwältin Natalia Wesselnizkaja hat laut der Zeitung The Washington Post (WP) Donald Trump selbst diktiert.

    Demnach sollen die Präsidentenberater die Details einer möglichen Reaktion auf das Durchsickern von Informationen über das Treffen zwischen Trump-Junior mit Wesselnizkaja am Rande des G20-Gipfels in Hamburg besprochen haben.

    Wie gut unterrichtete Quellen dem Blatt sagten, wurde zunächst eine Strategie beschlossen, diese Erklärung möglichst schnell abzugeben. Dabei wäre es wichtig, die Wahrheit zu sagen.   

    Dann aber habe sich die Strategie nur wenige Stunden später auf Anweisung des Präsidenten geändert. Bei seiner Rückkehr aus Hamburg soll Trump die Mitteilung selbst diktiert haben.    

    Unter anderem soll Trump-Junior zuerst in der von The New York Times veröffentlichten Erklärung gesagt haben, er habe mit Wesselnizkaja „hauptsächlich ein Programm zur Adoption russischer Kinder erörtert“.

    Wie WP schrieb, war die Erklärung aber falsch. Am nächsten Tag sei dann eine neue Erklärung des Donald Trump-Juniors aufgetaucht, in der das Versprechen der russischen Anwältin, ihm Geheiminformationen über Hillary Clinton zur Verfügung zu stellen, als Vorwand für das Treffen genannt worden sei.  

    Der US-Präsident Donald Trump erklärte, dass er von dem Treffen seines Sohnes Donald Trump-Junior mit der russischen Rechtsanwältin Natalia Wesselnizkaja erst „vor ein paar Tagen“ erfahren habe.

    Zuvor war berichtet worden, dass sich der Präsidentensohn im Juni 2016 mit Wesselnizkaja getroffen hatte. Vor dem Treffen sei Trump jr. in einer E-Mail versprochen worden, belastende Informationen über Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton vorlegen zu wollen. Die beiden bestätigten, dass ihr Treffen stattgefunden hatte. Für Trump Jr. stellte sich damals schnell heraus, dass die Russin keine Informationen über Clinton hatte. Wesselnizkaja selbst sagte laut den Medien, dass sie über keine Materialien oder Dokumente bezüglich der Rivalin von Donald Trump verfügt hätte. Sie sei während des Wahlkampfes im vergangenen Jahr von einem ihr unbekannten Mann am Telefon aufgefordert worden, sich mit Trump Jr. zu treffen.

     

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    Tags:
    Pressemitteilung, Washington Post, The New York Times, Natalija Wesselnizkaja, Hillary Clinton, Donald Trump Jr, Donald Trump, Russland, USA