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    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko empfängt das erste US-Flugzeug mit nicht letalen Waffen an Bord, März 2015

    Panzerabwehrraketen für Kiew? – Kreml über US-Initiative

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    Alle Staaten, die eine Rolle bei der Konfliktregelung beanspruchen, sollen Handlungen meiden, die zu neuen Spannungen führen könnten, wie der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Bezug auf mögliche Lieferungen von US-Panzerabwehrraketen an die Ukraine sagte.

    Zuvor hat die Zeitschrift „The Wall Street Journal“ mit Berufung auf US-Beamte berichtet, dass das Pentagon und das US-Außenministerium  einen Plan zu Waffenlieferungen an die Ukraine erarbeitet hätten. Das Weiße Haus solle jedoch die Initiative noch nicht gebilligt haben. 

    „Unsere Position ist gut bekannt: alle Staaten, besonders diejenigen, die irgendwie eine Rolle bei der Konfliktregelung beanspruchen, sollten jegliche Handlungen meiden, die weitere Spannungen in dieser ohnehin schwierigen Region provozieren können“, sagte Peskow zu der Frage der Journalisten, ob Moskau Verhandlungen mit Washington über die Lieferungen von Panzerabwehrraketen initiieren werde.

    Zuvor hatten sich mehrere europäische Politiker gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen, darunter der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Auch der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, General Petr Pavel, sehe eigenen Worten zufolge keine Notwendigkeit in Waffenlieferungen an Kiew, weil dies „das Leiden der Menschen nur vergrößern wird“. 

    Die ukrainischen Behörden hatten im April 2014 eine militärische Operation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk begonnen, die ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Der Anlass dafür war der nationalistisch geprägte Umsturz in Kiew, bei dem Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet wurde. Laut den Vereinten Nationen sind bei dem bewaffneten Konflikt in der Ostukraine mehr als 9.400 Menschen ums Leben gekommen.

     

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    Tags:
    Regelung, Konflikt, Panzerabwehrraketen, Waffenlieferungen, Russland, USA, Donbass, Ukraine