15:37 29 März 2020
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    US-Lieferungen von Panzerabwehrraketen an die Ukraine werden die Kräfteverteilung im Donbass kaum beeinflussen können. Diese Meinung äußerte der Vizepräsident des Moskauer PIR-Zentrums für politische Studien, Jewgeni Buschinski, am Dienstag.

    „Das ist eher eine symbolische Geste – der Übergang der amerikanisch-ukrainischen Kooperation auf ein neues Niveau“, sagte Buschinski. „Dass diese Lieferungen neue Spannungen ausrufen können, ist, glaube ich, wenig wahrscheinlich. Das sind nicht so schwerwiegende Systeme.“ 

    „Umso mehr, ich kenne unsere ukrainischen Brüder. Sie werden bestimmt die Hälfte davon verkaufen, einen Teil verlieren und ein Teil wird noch irgendwo verschwinden“, so der Experte. 

    Die Zeitschrift „The Wall Street Journal“ hatte zuvor unter Berufung auf US-Beamte berichtet, dass das Pentagon und das US-Außenministerium einen Plan über Waffenlieferungen an die Ukraine erarbeitet hätten. Das Weiße Haus soll jedoch die Initiative noch nicht gebilligt haben. 

    Zuvor hatten sich mehrere europäische Politiker gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen, darunter der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Auch der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, General Petr Pavel, sehe eigenen Worten zufolge keine Notwendigkeit an Waffenlieferungen an Kiew, weil dies „das Leiden der Menschen nur vergrößern wird“. 

    Die ukrainischen Behörden hatten im April 2014 eine militärische Operation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk begonnen, die ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Der Anlass dafür war der nationalistisch geprägte Umsturz in Kiew, bei dem Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet wurde. Laut den Vereinten Nationen sind bei dem bewaffneten Konflikt in der Ostukraine mehr als 9.400 Menschen ums Leben gekommen.

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    Tags:
    Spannungen, Gefahr, Lieferungen, Waffen, Donbass, USA, Russland, Ukraine