13:49 06 Dezember 2019
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    Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitrij Peskow in Twer

    US-Diplomaten keine Hindernisse in den Weg gelegt – Kreml-Sprecher Peskow

    © Sputnik / Sergej Gunejew
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    Kreml ist mit den Vorwürfen, angeblich Hindernisse für die Ausweisung der amerikanischen Diplomaten geschaffen zu haben, nicht einverstanden. Die Schwierigkeiten bei der Abfahrt aus Serebrjany Bor sind mit bestimmten Regeln für Großtransporte verbunden. Dies erklärte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, am Dienstag.

    „Am besten fragen Sie diesbezüglich im Außenministerium nach, aber da gilt der gleiche Umgang mit den LKWs. Versuchen Sie zum Beispiel, mit einer GAZelle (russischer Kleintransporter, GAZ-Modell – Anm. d. Red.) in Serebjany Bor reinzufahren. Sie werden einfach nicht reingelassen. Deshalb hat die ganze Geschichte überhaupt nichts damit (mit der Schaffung von Hindernissen – Anm. d. Red.)  zu tun, weil dort tatsächlich bestimmte Regeln für die Einfahrt des Großtransports gelten. Daher kann man derartige Anschuldigungen nicht akzeptieren“, so Peskow.

    Am Montagabend hatte die Pressesprecherin der US-Botschaft in Russland, Maria Olson, gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti erklärt, dass die US-Diplomaten bereits zwei Tage keinen Zugang zu der Datsche in Serebrjany Bor hätten. In der Mitteilung des russischen Außenamtes heißt es, man sehe in den Anschuldigungen, den Zugang zu der Datsche angeblich vorzeitig gesperrt zu haben, eine „absichtliche Provokation seitens der USA“.

    Zuvor hatte das Außenamt erklärt, dass ab dem 1. August die Nutzung von Lagerräumen in der Doroschnaja-Straße und der Datsche in Serebjany Bor für die USA in Russland vorläufig eingestellt werde.

    Die entsprechenden Noten wurden dem Chef der diplomatischen US-Mission, John Tefft, ausgehändigt. Diese Maßnahmen sind eine Antwort auf die antirussische Politik und die neuen antirussischen US-Sanktionen.

    Serebrjany Bor ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet im Westen Moskaus. Im Grunde genommen, ist es eine künstliche Insel auf dem Moskwa-Fluss, die nach dem Bau eines kleinen Moskwa-Kanals in den 1930-er Jahren entstanden war. Hier gibt es einen jungfräulichen Wald, einen schönen See und Sandstrände – einige der wenigen in Moskau, wo offiziell das Baden erlaubt ist. Die amerikanische Datsche liegt buchstäblich nur 50 Meter von dem nächsten Strand entfernt, am Ende der Tamanskaja-Straße.

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    Provokation, Sanktionen, Diplomaten, Anschuldigungen, Ausweisung, RIA Novosti, US-Botschaft, Außenministerium Russlands, Kreml, John Tefft, Maria Olson, Dmitri Peskow, Moskwa.Fluss, Moskau, Serebjany Bor, USA, Russland