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20:38 19 August 2019
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    „Macron-Leaks werden in Stücke zerrissen“ – Politologe

    © REUTERS / Julien de Rosa
    Politik
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    Nach der Veröffentlichung von mehr als 21.000 E-Mails des Wahlkampfteams von Emmanuel Macron durch die Enthüllungsplattform WikiLeaks versuchen die Gegner des französischen Präsidenten, darin Vorwürfe zu finden, um seine Position ins Schwanken zu bringen. Dies sagte der Politologe Oleg Matwejtschew gegenüber Radio Sputnik.

    „Nachdem alle E-Mails veröffentlicht worden sind, beginnen Journalisten von führenden französischen Medien sie zu lesen, um irgendwelche Sensationen zu finden. Nachdem alles bearbeitet worden ist, werden wir die ersten Materialien mit sensationellen Fakten sehen“, so der Politologe.

    Er betonte dabei, dass noch etwa 30 Prozent von Macrons schärfsten Gegnern aktiv seien.

    „Und sie werden jetzt diese Mailbox in Stücke reißen“, sagte Matwejtschew.

    Ihm zufolge sollen auch verschiedene Skandale beginnen. Es sei bekannt, dass Macron auch viele Gegner in der EU habe, die dies auch dazu nutzen könnten, um kompromittierende Angaben in Italien oder in Deutschland zu veröffentlichen.

    Um Macrons Position ins Schwanken zu bringen, benötige man beweiskräftige Argumente:

    „Schauen wir mal, was sie dort herausfinden. Man muss verstehen, dass Macron derzeit sowohl die Administration als auch das Parlament kontrolliert. Er ist administrativ sehr stark. Um jetzt ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn zu beantragen, braucht man sehr beweiskräftige Vorwürfe.“

    Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hatte am Montag mehr als 21.000 E-Mails des Wahlkampfteams des französischen Präsidenten Emmanuel Macron veröffentlicht. Die Korrespondenz stammt demnach aus dem Zeitraum von März 2009 bis April 2017. WikiLeaks verfügt eigenen Angaben zufolge über viel mehr Materialien – bislang sei nur ein Teil davon verifiziert bzw. systematisiert worden. Die restlichen E-Mails seien höchstwahrscheinlich auch echt, fügte die Plattform in einer Mitteilung hinzu.

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    Tags:
    Emails, Gegner, WikiLeaks, Emmanuel Macron, Frankreich