00:58 11 Dezember 2017
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    Julia Samoilova, russische Bewerberin beim Eurovision Song Contest (ESC)

    Nach Skandal in Ukraine: Regeln für ESC 2018 angepasst

    © Sputnik/ Alexey Filippov
    Politik
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    Die Entscheidung der Ukraine, der russischen Eurovision-Teilnehmerin Julia Samojlowa die Einreise zum Eurovison Song Contest in Kiew zu verbieten findet im neuen Reglement des Musikwettbewerbs ihren Niederschlag. Der Veranstalter des ESC, die European Broadcast Union (EBU), hat neue Regeln für den ESC 2018 vorgestellt.

    Ukrainerin in Nationaltracht
    © Sputnik/ Ewgenij Kotenko
    In einem Statement auf der ESC-Website schreibt die EBU: “Der ESC 2017 in Kiew wurde zweifellos von unerwünschten Vorfällen überschattet, die uns beinahe erzwungen hätten, ihn in einem anderen Land zu veranstalten. Deswegen haben wir die Regeln für zukünftige Wettbewerbe angepasst”.

    Nationale Delegationen dürfen keinen Teilnehmer auswählen, der den Behörden des Gastgeberlandes Anlass dafür geben würde, gegen diesen aufgrund nationaler Gesetze ein Einreiseverbot zu verhängen, präzisiert das neue Reglement. Außerdem werde die EBU im Hinblick auf die gastgebende Rundfunkanstalt und die Einhaltung der vereinbarten Deadlines durch diese strenger sein, um eine reibungslose Durchführung des ESC zu gewährleisten. Im Falle einer Zeitverzögerung werde die EBU das Recht haben, den Musikwettbewerb in einem anderen Land zu veranstalten. Entsprechend den angepassten Regeln sollen auch die nationalen Jurys alle Kandidaten völlig objektiv bewerten.

    Der Ausschluss der russischen ESC-Kandidatin und die Zeitverzögerungen werden für Kiew Konsequenzen haben. Die Ukraine müsse eine Strafe von 200 000 Euro zahlen.

     

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    Tags:
    Verschärfung, Regeln, Eurovision Song Contest, Europäische Rundfunkunion (EBU), Julia Samoilowa, Europa, Kiew, Ukraine