18:56 15 Dezember 2017
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    US-Soldaten in Afghanistan

    Militärpräsenz verstärken oder Uran klauen – Was die Amerikaner in Afghanistan wollen

    © AP Photo/ U.S. Marine Corps/Sgt. Justin Updegraff
    Politik
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    Die Administration des neuen US-Präsidenten Donald Trump prüft diverse Vorwände, um die amerikanische Militärpräsenz auf dem Territorium Afghanistans auszubauen. Einer der Vorwände sind Minerallagerstätten, an denen westliche Konzerne interessiert sein könnten.

    Trump äußert sich skeptisch zu den Plänen, die Militärpräsenz der USA in Afghanistan spürbar auszubauen. Dennoch könnten afghanische Bodenschätze Washington dazu veranlassen, doch in der Islamischen Republik zu bleiben. 

    Die reale Sachlage sieht aber ganz anders aus. Die Amerikaner haben keine Absicht, zum Wohl Afghanistans zu arbeiten. Der Abtransport wertvoller Bodenschätze aus dem Land, darunter auch Uran, läuft auf vollen Touren. Stimmen denn die Angaben darüber, dass die Amerikaner in der Provinz Helmand gewonnenes Uran mit schweren Transportflugzeugen außer Landes verfrachten? Über Struktur der Lagerstätten von Erzen und anderen wertvollen Bodenschätzen, auf die die Amerikaner abgesehen haben, informiert Naim Samim, Chef der Organisation für Bergwerke und Bodenschätze der Provinz Helmand, in einem Sputink-Interview:

    „Derzeit ist dieses Territorium in den Händen des Gegners. Wir können auf dieses Revier nicht gelangen. Gerüchten zufolge fördern dort die Amerikaner und die Briten Uran. Die USA betreiben im Raum von Garmsir (Provinz Helmand – Anm. der Redaktion) einen Flughafen, von wo einigen Angaben zufolge Uran in die USA befördert wird. Wir haben keine verifizierten Daten darüber und können die Informationen weder bestätigen noch dementieren.“

    Dem Experten zufolge lagert Uran in mehreren Regionen Afghanistans, darunter im Raum von Kheirkhane in der Provinz Kabul, in einigen Gebieten der Provinz Herat und im Turkman-Tal. „Die höchste Konzentration von Uran, das zusammen mit anderen Elementen lagert, wurde in den Provinzen Helmand und Urozgan sowie im Distrikt Khanashin registriert. Uranfelder gibt es auch im Süden Afghanistans im Raum von Chaqi. Ein Teil des Reviers, das aber insbesondere an Gold und Kupfer reich ist, liegt im benachbarten Pakistan“, fuhr Samim fort.

    US Heer im Irak (Archivbild)
    CC0 / US Army/Mass Communication Specialist 2nd Class Walter J. Pels
    Die Amerikaner hätten das Revier aus der Luft erkundet und die Reserven an Kupfer auf Territorien zwischen den Provinzen Nimrus im Südwesten und Paktika im Südosten auf rund 1,6 Milliarden Tonnen geschätzt. „Aber eine geologische Erkundung des Reviers tut not. Ohne diese Erkundung werden wir keine genauen Angaben darüber haben, wie groß unsere Reserven an Uran und anderen Bodenschätzen sind“, sagte Samim.

     

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