15:33 16 Dezember 2017
SNA Radio
    Moskau

    Moskau zu US-Sanktionen: Russland ändert seinen Kurs unter Druck und Drohungen nicht

    CC0
    Politik
    Zum Kurzlink
    Sanktionskrieg USA-Russland geht in neue Runde (45)
    11246

    Die neuen US-Sanktionen sind eine „kurzsichtige und gefährliche Linie“, die die Weltstabilität zu untergraben drohen, teilte das russische Außenministerium in seiner jüngsten Pressemitteilung mit. Moskau werde sich jedoch unbeeindruckt zeigen und seinen Kurs beibehalten.

    „Die US-Sanktionsfreunde, die die Vereinigten Staaten in eine russophobe Hysterie gestoßen haben, sollten sich längst von Illusionen trennen und endlich begreifen, dass keinerlei Drohungen und Versuche, Druck auszuüben, Russland dazu zwingen können, einen Kurswechsel einzuschlagen oder nationale Interessen preiszugeben“,  heißt es in der Mitteilung.

    Ein Austausch von „gegenseitigen Stichen“ sei nicht Moskaus Wahl.

    Man sei nach wie vor für ein Zusammenwirken in mehreren Bereichen wie die Beilegung der Regionalkonflikte sowie bei der internationalen Sicherheit offen.

    „Eine Zusammenarbeit wird aber nur dann möglich sein, wenn die Washingtoner Politiker ihren eigenen Irrtum  einsehen werden und  damit aufhören, die Welt durch die verzerrende Brille der US-Exklusivität zu betrachten“, hieß es weiter. 

    Die neuen US-Sanktionen seien eine „kurzsichtige und gefährliche Linie“, die die Stabilität zu untergraben drohe, für die ja gerade Moskau und Washington eine besondere Verantwortung tragen. Selbst der Name des Pakets —  „Über die Maßnahmen gegen US-Gegner durch Sanktionen“ — spreche davon, dass man der US-Öffentlichkeit ein falsches Russlandbild näherbringen wolle.

    Moskau werde all dies nicht unbeantwortet lassen, US-Diplomaten ausweisen und diplomatisches Eigentum sperren sowie sich das Recht vorbehalten, auch andere Maßnahmen  zu ergreifen.

    Trump hatte am Mittwoch das Sanktionspaket gegen Russland unterzeichnet und es später als „falsch“ und einige Punkte davon gar als „verfassungswidrig“ bezeichnet.

    Das zuvor von beiden Parlamentskammern abgesegnete Sanktionsgesetz erweitert die Strafmaßnahmen gegen russische Banken und richtet sich zudem gegen alle Unternehmen, die sich an der Instandsetzung, der Modernisierung oder dem Ausbau russischer Exportpipelines beteiligen. Damit soll vor allem das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 von Russland nach Europa verhindert werden. Weil dadurch auch europäische Unternehmen und die Energieversorgung in Europa gefährdet sind, war das amerikanische Sanktionsvorhaben bei der EU auf Widerstand gestoßen.

    Themen:
    Sanktionskrieg USA-Russland geht in neue Runde (45)
    Tags:
    Sanktionen, Russland, USA
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren