08:32 25 November 2017
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    Sergej Lawrow und Sebastian Kurz

    Wien fordert EU-weite Reaktion auf US-Sanktionen gegen Russland

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    Politik
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    Sanktionskrieg USA-Russland geht in neue Runde (45)
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    Nachdem US-Präsident Donald Trump das neue Sanktionspaket gegen Russland unterzeichnet hat, ruft der österreichische Außenminister Sebastian Kurz nun die EU-Länder zu einer gemeinsamen Reaktion auf.

    „US-Sanktionen gegen Russland belasten auch EU-Unternehmen. Österreich hat deutliche Bedenken gegenüber diesem Schritt“, schrieb Kurz via Twitter am Donnerstag. Die EU müsse auf die einseitigen Aktionen der USA gemeinsam reagieren und europäische Interessen wahren. 

    Trump hatte am Mittwoch das Sanktionspaket gegen Russland unterzeichnet und es später als „falsch“ und einige Punkte davon gar als „verfassungswidrig“ bezeichnet.

    Das zuvor von beiden Parlamentskammern abgesegnete Sanktionsgesetz erweitert die Strafmaßnahmen gegen russische Banken und richtet sich zudem gegen alle Unternehmen, die sich an der Instandsetzung, der Modernisierung oder dem Ausbau russischer Exportpipelines beteiligen. Damit soll vor allem das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 von Russland nach Europa verhindert werden. Weil dadurch auch europäische Unternehmen und die Energieversorgung in Europa gefährdet sind, war das amerikanische Sanktionsvorhaben bei der EU auf Widerstand gestoßen.

     

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    Gegenschritte, Reaktion, Sanktionen, Donald Trump, Sebastian Kurz, Europäische Union, Österreich, USA, Russland
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