06:43 06 Dezember 2019
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    Nicolas Sarkozy (rechts) und Ex-Staatsoberhaupt von Katar Scheich Hamad Bin khalifa Al Thani während Treffens im Elysee Palast (Archivbild)

    Korruptionsverdacht: Sarkozy soll Geld für WM-Stimme erhalten haben

    © AFP 2019 / Miguel Medina
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    Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy steht im Verdacht, seine Stimme bei der Vergabe der Fußball-WM für 2022 an Katar verkauft zu haben. Dies berichtet die britische Zeitung „Telegraph“.

    Demnach soll Nicolas Sarkozy einen Bonus von katarischen Staatfonds erhalten haben im Gegenzug für dessen Stimme bei der Wahl des WM-Austragungsorts für 2022.

    Nicolas Sarkozy
    © AFP 2019 / Kirill Kudryavsev
    Die Ermittler prüfen in diesem Zusammenhang mehrere Geschäfte, bei denen Staatsfonds aus dem Golfstaat Anteile an französischen Firmen und Fußballklubs erworben haben – nämlich am Versorgungsdienstleister Veolia und dem FC Paris Saint-Germain.

    Nach Ermittlerversion soll Nicolas Sarkozy einen Teil der Bestechungssumme bei der Abwicklung dieser Geschäfte erhalten haben. Die Verantwortlichen für die Wahl des Austragungsorts hätten bis zu 180 Millionen Euro im Zuge dieser Geschäfte erhalten.

    Dass die Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Erwerb von Anteilen an Veolia und Paris Saint-Germain ermittele, sei inzwischen bestätigt worden. Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy sei in diesem Stadium jedoch nicht am Verfahren beteiligt, hieß es laut dem Blatt.

    Erst im Februar ist ein Gerichtsverfahren gegen Nicolas Sarkozy wiedereröffnet worden. In diesem Fall geht es um die Finanzierung seiner Wahlkampagne in 2012. Die französischen Ermittler hatten bereits genug Beweise gesammelt, um dem Verdächtigen eine vorläufige Anklage zu übermitteln.

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    Tags:
    Abstimmung, Korruptionsvorwurf, Fußball-WM 2022, Nicolas Sarkozy, Katar, Frankreich