04:14 24 Januar 2020
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    Die niederländische Verteidigungsministerin, Jeanine Hennis-Plasschaert, hat die EU aufgerufen, einen „militärischen Schengenraum“ zu bilden, der eine schnelle Truppendislozierung auf dem europäischen Territorium ermöglicht. Dies schreibt die Zeitung „Politico“ am Freitag.

    „Wir müssen imstande sein, schnell an einen Ort zu ziehen, wo es eine Bedrohung gibt“, so die Ministerin.

    Die Idee der Entwicklung eines „militärischen Schengens“ soll zuerst der Oberkommandeur der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, vorgebracht haben. Seiner Meinung nach muss es für Soldaten der Alliierten und ihre Militärtechnik möglich sein, sich „so schnell wie Migranten“ durch Europa zu bewegen.

    „Natürlich müssen wir alle Verkehrsgesetze der EU befolgen und die Souveränität beachten, das ist aber ein erstaunlich schwerer Vorgang, eine Erlaubnis für die Verlegung von Truppen, Waffen, Munition, sogar für reguläre humanitäre Konvois zu bekommen“, sagte Hodges.

    Beispielweise erfordere die Verlegung von US-Truppen aus Polen nach Deutschland eine Benachrichtigung fünf Tage davor.

    Laut „Politico“ gibt es auch Probleme mit der Infrastruktur: Straßen und Brücken in den EU-Staaten können das Gewicht der schweren Militärtechnik potentiell nicht aushalten, die Tunnel sind nicht hoch genug und die Startbahnen sind für Militärflieger nicht geeignet.

    Die Nato habe ihrerseits den Vorschlag der niederländischen Verteidigungsministerin bereits unterstützt.

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    Tags:
    Schengen, NATO, Frederick Ben Hodges, Jeanine Hennis-Plasschaert, Niederlande, EU, USA