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18:59 15 Oktober 2019
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    Russlands Präsident Wladimir Putin (L) und Alexander Rahr (R) (Archivbild)

    US-Sanktionen: Politologe Rahr befürchtet neuen antirussischen Medienrummel im Westen

    © Sputnik / Alexej Druzhinin
    Politik
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    Die jüngsten US-Sanktionen gegen Russland werden laut einer Prognose des Politologen Alexander Rahr eine neue große Medienkampagne im Westen nach sich ziehen, die die Einführung dieser Strafmaßnahmen rechtfertigen soll.

    „Ich befürchte eine große Medienkampagne hier im Westen, in der gesagt wird: Man muss schließlich eine neue Eindämmungspolitik gegenüber Russland betreiben“, so Rahr, Forschungsdirektor des Deutsch-Russischen Forums, am Freitag bei einer Experten-Videokonferenz Berlin — Moskau. „Diejenigen, die für Friedenspolitik und Aussöhnung sind, werden wieder in der Minderheit sein, ihre Argumente kaum gehört werden. In den europäischen Gesellschaften wird der Eindruck erweckt werden, dass Russland der große Aggressor ist, der mit allen Mitteln bekämpft werden muss.“

    „Ich befürchte, dass wir sehr schnell in eine neue Konfrontationsspirale hineinrutschen können“, so der Experte.

    „Als die ganze Entwicklung in der Ukraine 2013 begann, gab es hier zwei Positionen“, fügte er hinzu. „Die eine Position war: Man muss eine Friedenslösung finden, auch der Westen hat Fehler gemacht, man darf Russland nicht verlieren. Und die Sanktionen dienen eigentlich nur dazu, die russische Seite zu diesem Friedensprozess zu bewegen. Es gab noch eine andere, viel härtere Position: Über die Sanktionen die russische Wirtschaft kaputtzuschießen. Ich glaube, in Amerika bestimmen derzeit diejenigen den Kurs, denen es nicht darum geht, in der Ost-Ukraine den Frieden zu stiften, sondern Russland für die nächsten Jahrzehnte zu schädigen.“

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    Tags:
    Sanktionen, Meinung, Medien, Informationskrieg, Alexander Rahr, USA, Russland