16:08 11 Dezember 2017
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    FDP-Chef Lindner fordert, Krim-Frage "einzukapseln"

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    Politik
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    Laut dem FDP-Chef Christian Lindner soll Europa die Beziehungen zu Russland verbessern, dazu muss man aber die Wiedervereinigung der Krim mit Russland als dauerhaftes Provisorium betrachten.

    Lindner erklärte in einem Interview für die Zeitungen der "Funke"-Mediengruppe, man brauche den Ausweg aus der Sackgasse bezüglich Russland, denn Sicherheit und Wohlstand in Europa hingen auch von den Beziehungen zu Moskau ab. Dazu müsse man sich aber der Krim-Frage in einem gesonderten Rahmen widmen.

    „Um ein Tabu auszusprechen: Ich befürchte, dass man die Krim zunächst als dauerhaftes Provisorium ansehen muss. Diesen Konflikt wird man einkapseln müssen, um an anderen Stellen Fortschritte zu erzielen“, so Lindner.

    Er fügte auch hinzu, die Sanktionen sollten nicht erst dann aufgehoben werden, wenn das Minsker Abkommen vollständig erfüllt sei, auch positive Zwischenschritte müssten gewürdigt werden.

    Der FDP-Chef sprach sich dabei für eine klare Rückenstärkung der osteuropäischen Nato-Partner und das Festhalten an der Priorität der Beziehungen zu den USA aus.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten sich wegen der Situation auf der Krim und in der Ukraine verschlechtert. Ende Juli 2014 waren die EU und die USA von Einzelsanktionen gegen Privatpersonen und Unternehmen zu einschränkenden Maßnahmen gegen ganze Sektoren der russischen Wirtschaft übergegangen. Russland hat im Gegenzug die Einfuhr von Lebensmitteln aus den USA, den EU-Ländern, aus Kanada, Australien und Norwegen verboten.

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    Tags:
    FDP, Christian Lindner, Krim, Europa, Deutschland, Russland
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