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20:48 18 Oktober 2019
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    Nordkorea

    Atomabrüstung unwahrscheinlich, solange Nordkorea Bedrohung durch USA fühlt – Moskau

    © Sputnik / Ilja Pitalew
    Politik
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    Moskau ruft Pjöngjang dazu auf, das Atom- und Raketenprogramm zu beenden und sich an den Atomwaffensperrvertrag zu halten, teilte Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja am Samstag mit. Zugleich sei sich Moskau im Klaren, dass die Situation durch die USA destabilisiert werde.

    Die ohne Vorwarnung durchgeführten Raketentests bergen laut Nebensja ernsthafte Risiken für den See- und Luftverkehr in der Region sowie für das Leben der einfachen Bürger in sich.

    „Wir rufen die nordkoreanischen Behörden dazu auf, die verbotenen Programme zu beenden und zur Einhaltung des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen und unter die Kontrolle der Internationalen Atomenergie-Organisation zurückzukehren sowie dem Übereinkommen über das Verbot chemischer Waffen beizutreten“, betonte er bei der heutigen Sitzung des UN-Sicherheitsrates, welche der Resolution im Zusammenhang mit Nordkoreas Atom- und Raketentests gewidmet war.

    Dabei sei man sich zugleich im Klaren, so Nebensja, dass US-Raketenabwehrsysteme in Südkorea und Großübungen und Manöver der Vereinigten Staaten die Situation in der Region destabilisieren.

    „Es wird schwierig sein, die Denuklearisierung voranzutreiben, solange Nordkorea eine direkte Bedrohung für seine Sicherheit empfindet“, sagte er.

    Der UN-Sicherheitsrat hatte zuvor am Samstag einstimmig schärfere Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen. Die entsprechende Resolution enthält Ausfuhrverbote für Kohle, Eisen, Eisenerz, Blei, Bleierz sowie Fisch und Meeresfrüchte. Dies sind die bislang schärfsten Sanktionen gegen die Volksrepublik.

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    Tags:
    Sanktionen, USA, Russland, Nordkorea