SNA Radio
    Brigitte Macron

    „Sind ja nicht in USA“: 160.000 Franzosen wollen Brigitte Macron nicht als First Lady

    © AP Photo / Claude Paris
    Politik
    Zum Kurzlink
    91503
    Abonnieren

    Rund 160.000 Franzosen treten gegen die Absicht des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, seiner Frau Brigitte einen besonderen Status als First Lady zu verschaffen, auf und haben eine entsprechende Petition im Internet unterzeichnet.

    Während des Wahlkampfes behauptete Macron, im Fall seines Einzugs in den Elysée-Palast werde Brigitte Macron eine „öffentliche Rolle“ spielen, dabei aber nicht vom Steuerzahler finanziert werden. Jetzt will er offenbar dennoch seiner Gattin den offiziellen Status der Prèmiere Dame (zu Dt. „der Ersten Dame“) verschaffen und einen eigenen Mitarbeiterstab, ein eigenes Budget sowie andere Vorteile geben, die teuer werden können.

    Dutzende tausend Franzosen kritisieren diesen Schritt ihres Staatchefs. Thierry Paul Valette, der die Petition auf change.org lanciert hatte und sich als Maler, Autor und „engagierter Bürger“ vorstellt, erklärt zur Begründung, es bestehe „keinerlei Grund“ für ein Budget der Präsidentengattin aus öffentlichen Mitteln.

    Mehr zum Thema: Ahmt Brigitte Macron Melania Trump nach? Netz findet Ähnlichkeiten

    Brigitte Macron verfüge derzeit über ein Team von zwei bis drei Mitarbeitern sowie über zwei weitere Hilfskräfte und zwei Sicherheitsbeamte. Vor dem Hintergrund der von der Regierung propagierten „Sparmaßnahmen“ müsse das reichen, ist Valette überzeugt.

    Die Petition „Gegen den Status der First Lady für Brigitte Macron“ wurde vor zwei Wochen ins Leben gerufen und hat seitdem schon rund 160.000 Unterschriften gesammelt. Valette hofft auf insgesamt 500.000 Signaturen.

    der jugendliche Stil von Brigitte Macron
    © AP Photo / Pool Photo/Eric Feferberg
    Auch Umfragen bestätigen die Abneigung der französischen Bürger gegenüber einer echten First Lady. Laut einer Umfrage von Ifop sind 69 Prozent der Franzosen gegen einen Sonderstatus der Präsidentengattin. Das hat jedoch nichts mit dem Image von Brigitte Macron zu tun, von der rund die Hälfte der Franzosen ein positives Bild hat. Doch bisher soll es in Frankreich als normal gegolten haben, dass die First Lady keinen eigenen Status hat, weil sie nicht demokratisch gewählt wurde.

    Die Ablehnung der Franzosen beruht auch darauf, dass Macron das neue Moralisierungsgesetz ins Leben rief, das Parlamentariern verbietet, Familienangehörige als Assistenten anzustellen. Warum also sollte der Präsident seine Familie profitieren lassen? Gleiches Recht für alle, verlangt Valette und betont: „Frankreich ist doch nicht USA.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Das ist Frankreichs neue First Lady: Brigitte Macron in Bildern
    „Ihr seid nur neidisch“: First Lady Frankreichs von Tochter verteidigt
    Hier testet Trump seinen "Schmerzgriff" an Macrons Gattin - VIDEO
    Trumps und Macrons verfangen sich in alberner „Handschlag-Triade“ - VIDEO
    Tags:
    First Lady, Brigitte Macron, Emmanuel Macron, Frankreich