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23:09 17 August 2019
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    Russischer Fla-Raketen-Komplex S-300 (Symbolbild)

    USA wollen aus dem INF-Vertrag aussteigen: Russland hat „asymmetrische Antwort“

    © Sputnik / Igor Zarembo
    Politik
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    Russland ist bereit zu einem möglichen Ausstieg der USA aus dem 1987 mit der Sowjetunion geschlossenen INF-Vertrag und will Washington „eine asymmetrische defensive Antwort“ geben, wie die Zeitung „Iswestija“ unter Berufung auf diplomatische Quellen berichtet.

    „Alles läuft darauf hinaus, dass die Amerikaner aus dem Vertrag aussteigen“, weil sie „zu offen Kurs auf die Zuspitzung genommen haben“.

    Die diplomatischen Quellen seien sich aber sicher, dass man nicht in Panik geraten sollte, weil „der Plan, Russland in ein Wettrüsten zu verwickeln, misslingen wird und sich die Verteidigungsfähigkeit des Landes auf einem sehr hohen Niveau befindet“.

    Sollte Washington aus dem INF-Vertrag aussteigen, werde Moskau „eine asymmetrische Antwort“ darauf geben, wobei es bestätige, dass das Land über ein hohes Verteidigungspotential verfüge, um den Provokationen und Demarchen aus Übersee zu widerstehen.

    Der erste Vize-Vorsitzende des Ausschusses für Verteidigung und Sicherheit im Föderationsrat (Parlamentsoberhaus), Franz Klinzewitsch, ist der Auffassung, dass die amerikanische Medienaktivität um den INF-Vertrag mit der allgemeinen Konzeption einer harten, politischen, wirtschaftlichen und militärischen Antwort an jene Länder verbunden sei, die nicht mit ihrer Souveränität handeln.

    „Die USA brauchen diesen Vertrag nicht mehr. Bei der Formierung der Stationierungsbezirke machen sie eine Würgeschleife, wobei sie versuchen, das Erstarken Russlands nicht zuzulassen und solche Bedingungen zu schaffen, unter denen sich Russland in ein Anhängsel der USA verwandeln wird“, sagte der russische Senator.

    Er betonte dabei, dass man Moskau nicht darin verwickeln könne, weil „das Wettrüsten für uns uninteressant“ sei. 

    Es gehe nicht um die Menge wie in der Sowjetunion, sondern um die Qualität. Die Qualität der Gewährleistung der Sicherheit sei derzeit ganz anders.

    Am Donnerstag hatten die Medien berichtet, dass die USA einen Gesetzentwurf über den Ausstieg aus dem INF-Vertrag vorbereiten würden.

    Der INF-Vertrag war 1987 von der Sowjetunion und den USA unterzeichnet worden und 1988 in Kraft getreten. Demnach hatten sich die Seiten verpflichtet, alle ballistischen Raketen mittlerer und kurzer (von 500 bis 5500 Kilometer) Reichweite zu vernichten. Russland und die USA werfen sich gegenseitig vor, gegen den Vertrag zu verstoßen.

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    Antwort, Wettrüsten, INF-Vertrag, USA, Russland