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00:55 20 September 2019
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    Oettinger: Großbritannien muss sogar nach dem Brexit an die EU zahlen

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    Politik
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    Großbritannien muss seinen Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Union nachkommen und für langfristige Programme zahlen, die vor dem Brexit-Beschluss vereinbart worden waren. Dies berichtet der EU-Kommissar für Haushalt und Personal, Günther Oettinger, gegenüber der deutschen Zeitung „Bild“.

    Oettinger ergänzte, dass im EU-Haushalt durch den Brexit zehn bis zwölf Milliarden Euro pro Jahr fehlen. Diese Milliarden sollten durch Einsparungen und höhere Beiträge der Mitgliedsländer kompensiert werden, meint der Politiker.

    „London wird also mindestens bis 2020 weiter Geld nach Brüssel überweisen müssen“, sagte der EU-Kommissar der "Bild"-Zeitung.

    Zuvor hieß es aus britischen Regierungskreisen, dass London bereit sei, der Europäischen Union 40 Milliarden Euro gemäß der so genannten Brexit-Rechnung zu zahlen.

    Zum ersten Mal hatte London im Juli grundsätzlich anerkannt, dass es zu solchen Zahlungen verpflichtet sei.

    Bei dem Referendum am 23. Juni 2016 hat die knappe Mehrheit der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union gestimmt. Das Austrittsverfahren wurde am 29. März gestartet. In genau zwei Jahren, am 29. März 2019, soll Großbritannien laut Artikel 50 des Vertrages von Lissabon die Europäische Union verlassen.

     

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    Tags:
    Brexit, EU, Günther Oettinger, EU, England