01:47 21 September 2018
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    Sahra Wagenknecht

    Wagenknecht hält Lindners Krim-Vorstoß für „begrüßenswert“

    © AFP 2018 / Odd Andersen
    Politik
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    Die Spitzenkandidatin der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, hat im Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe die Äußerungen von FDP-Chef Christian Lindner über die Krim gelobt. Sie fordert eine Rückkehr zur Entspannungspolitik.

    Wagenknecht unterstützt demnach die Forderung Lindners nach einer Kurskorrektur im Umgang mit Russland. Auch aus Gründen von Frieden und Sicherheit in Europa sei es dringlich, zu den Traditionen der Entspannungspolitik zurückzukehren, sagte sie.

    „Wenn die FDP sich auf diese außenpolitischen Traditionen besinnt, ist das begrüßenswert“, so Wagenknecht.

    Lindner hatte am vergangenen Wochenende vorgeschlagen, das Tabuthema Krim erst einmal „einzukapseln“

    „Ich befürchte, dass man die Krim zunächst als dauerhaftes Provisorium ansehen muss. Diesen Konflikt wird man einkapseln müssen, um an anderen Stellen Fortschritte zu erzielen“, so Lindner gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

    Im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung präzisierte er, es gebe aber keinen Kuschelkurs mit Moskau. „Wir wollen keine Sanktionen ohne Gegenleistung lockern. Ich finde aber mich nicht damit ab, dass eine Eskalationsspirale und ein Rüstungswettlauf drohen. Das Signal an Moskau sollte sein, dass Russland einen Platz im Haus Europa hat, wenn es sich wieder an die Hausordnung hält. Solange das nicht der Fall ist, kann es keine Kooperation geben.“

    Und ferner: „Ich weiß nicht, ob es eine Bereitschaft in Moskau zum Kurswechsel gibt. Ich weiß aber, dass er nicht in den großen Fragen beginnen würde, sondern bei den kleinen. Das sollte geprüft werden“, so Lindner.

    FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat sich indes im Sputnik-Interview für Lindners Krim-Vorstoß stark gemacht. Er betonte, dass es nicht nur um die Krim, sondern um die Russland-Politik im Allgemeinen gehe.

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    Tags:
    FDP, Die LINKE-Partei, Wolfgang Kubicki, Christian Lindner, Sahra Wagenknecht, Krim, Russland, Deutschland