23:30 19 Juni 2018
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    BI sagt Russlands Reaktion auf US-Sanktionen voraus

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    Politik
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    Die US-Wirtschaftsnachrichten-Website „Business Insider“ (BI) hat angesichts der neuen Sanktionen der USA gegen Russland ein mögliches Szenario für dessen „Gegenschlag“ entworfen.

    Demnach hat Russland einen „wirtschaftlichen Hebel“ in Form von Energieträgerlieferungen nach Europa. So importiert die Europäische Union 53 Prozent der von ihr verbrauchten Energie. Die Lieferungen aus Russland decken dabei den Bedarf der EU an Energieträgern zu etwa 40 Prozent.

    Obwohl Polen und Litauen mit dem Import von verflüssigtem Erdgas aus den USA begonnen haben und Frankreich den Großteil von Erdöl und Erdgas aus Algerien, Katar, Saudi-Arabien und Libyen bekommt, bezieht Deutschland, ein führender EU-Staat, 57 Prozent des benötigten Erdgases und 35 Prozent des benötigten Erdöls aus Russland.

    Eben darin sieht das US-Portal eine der Ursachen, warum Deutschland die US-Sanktionen kritisiert.

    Russland gehe es nicht darum, die USA „einzuschüchtern“, so „Business Insider“. Wenn sich aber Moskau doch noch zu einem „Gegenschlag“ entschließen sollte, werde es die Verbündeten der USA in der EU durch Energieträgerlieferungen beeinflussen.

    Die USA hatten Sanktionen gegen Personen verhängt, die über fünf Millionen US-Dollar pro Jahr oder eine Million US-Dollar einmalig oder aber Technologien, Dienstleistungen und Informationen für Projekte bereitstellen wollen. Zudem wird Washington weiterhin dem Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 entgegenwirken.

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    Tags:
    Reaktion, Sanktionen, EU, USA, Russland