19:06 18 Februar 2018
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    Zerstörte georgische Kampftechnik in Südossetiens Hauptstadt Zchinwal

    Georgiens Aggression in Südossetien schuf unüberwindbares Hindernis – Experte

    © Sputnik/ Viktor Panow
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    Die Truppen der Südkaukasusrepublik Georgien haben in der Nacht zum 8. August 2008 die abtrünnige Republik Südossetien überfallen. Russland sah sich zu einer Operation zur Befriedung des Aggressors gezwungen. Zum Fünf-Tage-Krieg zwischen Russland und Georgien äußert sich der Politologe Dmitri Schurawljow im Radio Sputnik.

    Am frühen Morgen des 8. August 2008 begann Georgien die Militäroperation „Reines Feld“, das zum Ziel hatte, die unabhängige Republik Südossetien zu vernichten. Danach sollte eine Offensive gegen die frühere georgische Provinz Abchasien gestartet werden.

    Zerstörte georgische Kampftechnik in Südossetiens Hauptstadt Zchinwal
    © Sputnik/ Viktor Panow
    Zerstörte georgische Kampftechnik in Südossetiens Hauptstadt Zchinwal

    Die georgischen Truppen nahmen die südossetische Hauptstadt Zchinwal und die Positionen einer in der Region stationierten russischen Friedensmacht unter massiven Artilleriebeschuss. Danach marschierten georgische Spezialtruppen in Südossetien ein, unterstützt durch Panzer.

    Am Morgen des 8. August beschloss der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew den Beginn einer Operation zur Befriedung Georgiens, die am 12. August abgeschlossen wurde. Der russische Einsatz endete mit der Unterzeichnung eines vierseitigen Friedensabkommens und der Anerkennung der Republiken Südossetien und Abchasien als selbstständige Staaten durch Moskau. Georgien brach die diplomatischen Beziehungen zu Russland ab.

    Russische Truppen und die südossetische Volkswehr in dem von Georgien zerstörten Zchinwal
    © Sputnik/ Michail Fomitschow
    Russische Truppen und die südossetische Volkswehr in dem von Georgien zerstörten Zchinwal

    Schurawljow zufolge war sich der damalige georgische Präsident Michail Saakaschwili sicher, dass die USA seine Handlungen nicht nur verbal, sondern auch real unterstützen würden.

    „Georgien schwelgte damals in der Illusion von Allmacht, weil die USA der Republik jegliche Hilfe erwiesen hatten. Die Denkweise wie im Kindergarten: Amerika sei das stärkste Land, es unterstütze uns, deshalb seien wir stärker als alle anderen. Aber gleich zu Beginn des Konflikts lief für Georgien alles schief. Der schwere Fehler wurde, denke ich, erst nach dem Machtwechsel in Tiflis (nach den Wahlen von 2013 – Anm. der Redaktion) anerkannt“, fuhr der Experte fort.

    Georgien habe mit seiner Aggression die rote Linie überschritten. Eine Rückkehr Südossetiens und Abchasiens in den Staatsverband Georgiens sei nicht mehr möglich.

    „Es ist wichtig zu betonen, dass Russland die Unabhängigkeit der beiden früheren georgischen Teilrepubliken erst nach dem Konflikt anerkannt hat. Vor der Invasion gab es immer noch eine Chance, irgendeine Form von Kontakten zu Georgien zu finden. Allerdings war diese Chance äußerst gering. Nach dem Konflikt ist das vergossene Blut zu einem unüberwindbaren Hindernis geworden“, betonte Schurawljow.

    Die südossetische Hauptstadt Zchinwal (Archivbild)
    © Sputnik/ Michail Fomitschow
    Die südossetische Hauptstadt Zchinwal (Archivbild)

     

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