14:05 24 Februar 2020
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    Die russische Schwarzmeerflotte stellt ein weiteres, bereits das vierte Jagd-U-Boot des Projekts 636 Warschawjanka (Kilo-II-Klasse) in Dienst. Das mit weitreichenden Marschflugkörpern Kalibr bewaffnete U-Boot B-265 „Krasnodar“ trifft am heutigen Mittwoch im Marinestützpunkt Sewastopol auf der von der Ukraine beanspruchten Halbinsel Krim ein.

    Nach ihrem Stapellauf im Jahr 2015 hatte die „Krasnodar“ zuerst auf der Ostsee operiert. Von Mai bis Ende Juli nahm die „Krasnodar“ am russischen Anti-IS-Einsatz in Syrien teil. Am 31. Mai griff sie Dschihadisten-Stellungen östlich der antiken Stadt Palmyra mit Kalibr-Marschflugkörpern (Reichweite mehr als 1.500 Kilometer) an.

    Das U-Boot ist zudem mit 533 mm-Torpedorohren, Luftabwehrraketen Strela und Igla bewaffnet. Wegen der äußerst geringen Lärmentwicklung werden die U-Boote der Warschawjanka-Klasse im Westen auch als „stille Killer“ bezeichnet. Beim Nato-Militär ist auch der Beiname „Schwarzes Loch“ geläufig.

    Die russische Schwarzmeerflotte hat seit mehr als 230 Jahren in Sewastopol (Krim) ihren Hauptstützpunkt. Im März 2014 — nach gut zwei Jahrzehnten in der unabhängigen Ukraine — trat die Krim wieder Russland bei, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte.

    Anlass für das Referendum war der nationalistisch geprägte Umsturz im Februar 2014 in der Ukraine, bei dem die pro-westliche Opposition die Macht übernahm. Nach dem ukrainischen Staatsstreich und der Abspaltung der Krim hat die Nato ihre militärische Präsenz im Schwarzen Meer aufgestockt, neue Stützpunkte und Truppen in Osteuropa aufgestellt.

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    Tags:
    Krim, Russland