Widgets Magazine
15:32 21 Oktober 2019
SNA Radio
    Viktor Janukowitsch

    Bundespräsidialamt lehnt Anfrage von Janukowitsch-Anwälten ab

    © Sputnik / Alexei Kudenko
    Politik
    Zum Kurzlink
    53109
    Abonnieren

    Das Bundespräsidialamt hat die Anfrage der Anwälte des ehemaligen ukrainischen Staatschefs Viktor Janukowitsch auf ein Gespräch in Bezug auf die andauernden Ermittlungen der Vorfälle in Kiew im Jahr 2014 abgelehnt. Ein derartiger Dialog sei bei laufenden Verfahren keine Gepflogenheit, hieß es seitens der Behörde am Mittwoch.

    „In einem an Herrn Frank-Walter Steinmeier gerichteten Schreiben des Anwaltsbüros Aver Lex wurde dieser um ein Gespräch gebeten. Es ist nicht üblich, dass ein Bundespräsident derartige Gespräche zu laufenden Verfahren führt. Eine Anfrage einer ukrainischen Staatsanwaltschaft liegt dem Bundespräsidenten bzw. dem Bundespräsidialamt nicht vor“, teilte das Bundespräsidialamt der Agentur RIA Novosti mit.

    Zuvor hatte die Anwaltskanzlei Aver Lex, die die Interessen von Janukowitsch vertritt, mitgeteilt, dass sie sich an die ukrainische Staatsanwaltschaft mit der Bitte gewandt habe, den deutschen Präsidenten Frank-Walter Steinmeier und jene anderen europäischen Politiker, die als Zeugen bei der Unterzeichnung der Friedensvereinbarung über die Beilegung der Krise in der Ukraine im Jahr 2014 aufgetreten waren, zu verhören.

    Zu den Zeugen der Unterzeichnung zählten neben Steinmeier (damals noch Bundesaußenminister) zudem der Ressortleiter für Kontinentaleuropa des französischen Außenministeriums, Eric Fournier, und der damalige polnische Außenminister Radoslaw Sikorski.

    Am 21. Februar 2014 unterzeichneten der damalige ukrainische Präsident Janukowitsch und die Oppositionsführer Vitali Klitschko (jetziger Bürgermeister von Kiew), Arseni Jazenjuk (jetziger Premier) und Oleg Tjagnibok von der Partei „Swoboda“ (zu Dt.: „Freiheit“) im Beisein europäischer Politiker die Vereinbarung zur Lösung der Krise in der Ukraine.

    Doch am Tag darauf war es in der Ukraine zu einem Umsturz gekommen, bei dem Janukowitsch entmachtet wurde und die Opposition die Macht übernahm. Aus Angst um sein Leben war Janukowitsch gezwungen, die Ukraine zu verlassen. Die Werchowna Rada (Parlament) novellierte die Verfassung und setzte neue Präsidentschaftswahlen an, die Petro Poroschenko gewann.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Ukraine kippt Vertrag mit Russland über gemeinsame Waffenexporte
    Tags:
    Opposition, Vereinbarung, Ermittlungen, Umsturz, Anwälte, Ukraine-Krise, Oleg Tjagnibok, Vitali Klitschko, Arsenij Jazenjuk, Eric Fournier, Radoslaw Sikorski, Frank-Walter Steinmeier, Viktor Janukowitsch, Ukraine, Deutschland