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    US-Präsident Donald Trump beim Treffen mit Wählern in West Virginia

    Neben Gefahr der Amtsenthebung hat Trump ein viel größeres Problem - Politologe

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    Bis Weihnachten wird klar sein, ob US-Präsident Donald Trump in seinem Amt bleibt, wie die britische Zeitung „The Guardian“ schreibt. Nach Angaben des Verfassers des Artikels werden enorme Anstrengungen unternommen, um Trump aus dem Amt zu jagen.

    Angesichts der Ermittlungen unter Teilnahme einer eigens dafür einberufenen “Grand Jury” droht ihm entweder Rücktritt oder Amtsenthebung.

    Der russische USA-Experte Sergej Sudakow sagte Sputnik, dass die Gegner Trumps bei ihrem Gerede über die Amtsenthebung in der Tat ein anderes Szenario planen. Ihm zufolge droht dem US-Präsidenten in diesem Jahr kaum eine Amtsenthebung, allerdings hat Trump ein größeres Problem.

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    © REUTERS / Carlos Barria

    „Die Einleitung des Amtsenthebungsverfahrens dauert ziemlich lange, falls jemand ein Verfahren zur Amtsenthebung Trumps bis Weihnachten beantragen will, wird er dies rein technisch nicht schaffen. Das Problem liegt aber woanders. Trump macht einen Fehler nach dem anderen, diese Fehler führen dazu, dass er ein äußerst wirkungsloser Präsident wird und regelmäßig seine Schwäche zeigt. Seine unentschlossenen Handlungen führten dazu, dass selbst jene, die ihn aufrichtig respektierten und für ihn stimmten, ihn als schwachen Präsidenten betrachten“, meint Sudakow.

    „Trump wird nicht für die Amtsenthebung zurechtgestutzt, sondern man will erreichen, dass er freiwillig zurücktritt. Sie wollen also das Nixon-Szenario wiederholen. Viele Kongressmitglieder und Senatoren rufen offen auf – wir wollen Trump stürzen, weil es viel einfacher sein wird, mit Mike Pence Vereinbarungen zu treffen“, so Sudakow.

    Bislang zieht Trump den Kürzeren in den von ihm erklärten Kriegen gegen das Establishment und die liberalen Medien.

    „Trump sagte bereits nach der Wahl, dass er unbedingt den Washingtoner Sumpf trocken legen wird und dem Establishment den Krieg erklärt. Doch es gibt eine einfache Regel – entweder schlägst du, oder du sagst, dass du schlagen wirst. Im Laufe von sechs Monaten haben wir keine einzige Handlung gesehen, die er gegen das Establishment durchsetzte. Man hat also mit einer Politik der Worte zu tun, nicht mit einer Politik der Taten. Zudem sagte er vielen Medien den Kampf an, führte diesen Krieg aber nicht bis zum Ende. Er ließ alles wieder auf halbem Wege und bereitete mehr Probleme für sich, als er löste“, so Sudakow.

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    Amtsenthebungsverfahren, Wahleinmischung, Affäre, Ermittlung, US-Senat, US-Kongress, Robert Mueller, Donald Trump, USA