15:53 13 Dezember 2017
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    Russische Luftlandesoldaten feiern den Tag der Luftlandetruppen (2. August)

    Russland wird Eliteteile der Luftlandetruppen an westlicher Grenze konzentrieren

    © Sputnik/ Alexej Malgawko
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    Eine taktische Übung der russischen Luftlandetruppen ist am Freitag auf dem Gelände Kislowo bei Pskow zu Ende gegangen, schreibt die Moskauer Tageszeitung "Nesawissimaja Gaseta". Daran nahmen Angehörige des 104. Regiments und der 76. Division sowie einige andere Verbände der Luftlandetruppen, darunter Sondereinheiten teil.

    In einem Monat werden diese Verbände neben anderen Formationen der russischen Luftlandetruppen am strategischen russisch-weißrussischen Manöver „Sapad-2017“ teilnehmen. „Geübt wird ein weiter Kreis von Aufgaben, die die Luftlandetruppen zu Friedens- und zu Kriegszeiten zu erfüllen haben“, hatte der Befehlshaber der Luftlandetruppen, Generaloberst Andrej Serdjukow, angekündigt.

    „Unter den Bedingungen eines realen Krieges sollen Angehörige der Luftlandetruppen Verbände des Gegners von der Luft aus blockieren. Dabei müssen sie in autonomem Regime, weit entfernt von den Hauptkräften handeln“, sagte der General.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurde bei Pskow die Landung von Personal und Eliteverbänden der Luftlandetruppen organisiert. „Geübt wurden Handlungen einer schnellen Eingreiftruppe zur Beilegung der Krise (…) unter den Bedingungen aktiver Handlungen illegaler bewaffneter Formationen“, hieß es.

    Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte im vergangenen Juli mitgeteilt, dass in nächster Zeit zwei weitere Bataillone aufgestellt und rund 2.000 Einheiten neuer bzw. modernisierter Kampftechnik an die Luftlandetruppen ausgeliefert werden sollen.

    Bei der jüngsten Übung wurden auch Muster neuer Waffen und Kampftechnik sowie von Drohnen und Fallschirmen getestet. So wurden Luftlande-Schützenpanzer BMD-4M und Schützenpanzerwagen BTR-MDM „Rakuschka“ (Muschel) erprobt, mit denen im November das 104. Regiment ausgestattet wird.

    Oberst Eduard Rodjukow, korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Militärwissenschaften, führte die Entscheidung darauf zurück, dass das 104. Regiment der Luftlandetruppen unweit der estnischen Grenze stationiert ist. „Die NATO verstärkt ihre Truppengruppierung in diesem Land, Russland muss adäquat reagieren. Das Personal des Regiments sind Profisoldaten, die ihren Dienst auf Vertrag ableisten.“ Sie würden in erster Linie mit modernsten Waffen und Kampftechnik ausgestattet, sagte der Militärexperte.

     

    Tags:
    Luftlandetruppen, Manöver, Andrej Serdjukow, Sergej Schoigu, Pskow, Russland
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