04:38 13 Dezember 2017
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    Geheimakten bezeugen: Britannien wollte am Golfkrieg verdienen – „The Guardian“

    © AP Photo/ Mindaugas Kulbis
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    Die britische Regierung hat die Invasion des Irak in Kuwait im Jahre 1990 als eine „präzedenzlose Möglichkeit“ betrachtet, Waffen an Golf-Staaten zu verkaufen, schreibt „The Guardian“ am Sonntag unter Berufung auf freigegebene Akten des britischen Nationalarchivs.

    „Welche Entfaltungspolitik wir auch wählen, ist das eine beispiellose Möglichkeit für die DESO (britische Dienstleistungsorganisation für den Abwehrexport – Anm. d. Red.); ein enormes Demonstrationsgelände mit Munition und ‚wirklichen‘ Tests“, schrieb im August 1990 der Minister für Wehrtechnik-Beschaffung, Alan Clark, der damaligen Premierministerin Großbritanniens Margaret Thatcher.

    Clark hatte Treffen mit dem Emir von Katar und Bahrains Verteidigungsminister genutzt, um den Waffenexport voranzutreiben, und betrachtete die VAE, Saudi-Arabien, Ägypten und Jordanien als potentielle Käufer, geht aus den Dokumenten hervor. Unter möglichen Aufträgen wurde die Lieferung von Hubschraubern des Typs Westland Black Hawk an die VAE, von Panzern Challenger II an den Oman, Jagdflugzeugen Hawk an Bahrain und Hovercrafts an Saudi-Arabien erwähnt.

    Der Golfkrieg zwischen dem Irak und einer US-geführten Militärkoalition hatte von 1990 bis 1991 gedauert und mit der gewaltsamen Eroberung Kuwaits durch den Irak am 2. August 1990 begonnen. Ab dem 16. Januar 1991 hatte die Koalition, legitimiert durch die Resolution 678 des UN-Sicherheitsrates, mit Kampfhandlungen zur Befreiung Kuwaits begonnen.

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    Tags:
    Waffenhandel, Krieg, Margaret Thatcher, Irak, Großbritannien