06:16 10 Dezember 2019
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    Tote und Verletzte bei US-Demo in Charlottesville

    Charlottesville-Bürgermeister macht Trump für Eskalation in der Stadt verantwortlich

    © AP Photo / Steve Helber
    Politik
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    Nach den blutigen Ausschreitungen infolge einer rechtsextremen Kundgebung in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia hat der Bürgermeister der Stadt, Michael Signer, den amerikanischen Präsidenten Donald Trump heftig kritisiert, wie englischsprachige Medien berichten.

    „Ich lege die Verantwortung für vieles, was Sie heute in Amerika sehen, direkt vor die Haustür des Weißen Hauses und der Menschen um den Präsidenten“, wird Signer von der Zeitung „The Independent“ zitiert.

    Zudem warf er laut dem TV-Sender CNN Trump vor, mit seinem Wahlkampf im vergangenen Jahr rassistische Vorurteile geschürt zu haben. Trump soll während seines Wahlkampfs mit Anhängern der „weißen Vorherrschaft, weißen Nationalisten und antisemitischen Gruppen“ geliebäugelt haben. 

    Am 13. August war bei einer Demo von Rechtsextremisten in Charlottesville ein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast. Eine junge Frau kam dabei ums Leben, 19 weitere Menschen wurden verletzt. US-Medien zufolge hatte der 20-jährige Angreifer eigens mehr als 800 Kilometer für die Teilnahme an der Demo zurückgelegt.

    US-Präsident Donald Trump erklärte damals: „Egal welche Hautfarbe wir haben, welchem Glauben oder welcher Partei wir anhängen, wir sind alle Amerikaner“. Er fügte hinzu:„Wir verurteilen auf das Schärfste diesen ungeheuerlichen Ausbruch von Hass, Fanatismus und Gewalt auf vielen Seiten.“

    In Charlottesville im US-Staat Virginia hatten rechtsextreme Gruppen, darunter auch Anhänger der Alt-Right-Bewegung sowie frühere Vertreter des Ku-Klux-Klans, gegen die Entfernung einer Statue des Konföderationsgenerals Robert E. Lee durch die Stadt demonstriert.

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    Tags:
    Verantwortung, Donald Trump, Charlottesville, USA