11:59 11 Dezember 2019
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    US-Militärs in Afghanistan

    Russischer Experte zu möglichem Termin für US-Truppenabzug aus Afghanistan

    © Foto : Staff Sgt. Aaron Allmon, U.S. Air Force
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    US-Präsident Donald Trump wird laut dem russischen Politologen Dmitri Absalow die US-amerikanischen Truppen aus Afghanistan erst nach den Kongresswahlen abziehen.

    „Er (Trump – Anm. d. Red.) wird die Truppen sicher nicht vor 2018 aus Afghanistan abziehen, aber auch bis dahin nichts tun. Langfristig gesehen wird dies zur Erosion der Abkommen (der USA) führen, die mit dem Nahen Osten und Mittelasien zusammenhängen“, sagte Absalow am Montag gegenüber dem TV-Sender RT.

    US-Truppen in Afghanistan
    © REUTERS / Lucas Jackson
    Ihm zufolge kann dies aktive Handlungen zum Truppenabzug nach 2018 – nach den Kongresswahlen in den USA – anspornen. Vor diesen Wahlen würde Trump keine gravierenden Schritte in Bezug auf Afghanistan unternehmen, was auf Befürchtungen zurückzuführen sei, die Unterstützung seitens der Republikaner zu verlieren.

    Wie Absalow ausführte, wird Trump spätestens Ende September des laufenden Jahres erstmals den Staatshaushalt billigen, der Anfang 2018 in Kraft treten soll.

    Nach dem Finanzierungsumfang für die Militärkampagne in Afghanistan könnten dann entsprechende Schlüsse in Bezug auf einen möglichen Abzug des US-Truppenkontingents aus diesem zentralasiatischen Land gezogen werden.   

    Die Wahlen in den US-Kongress sind für Herbst 2018 anberaumt.

    Zuvor hatte der russische Sonderbeauftragte für Afghanistan, Samir Kabulow, gegenüber der Zeitung „Iswestija“ gesagt, dass die Militärkampagne der US-Armee in Afghanistan gescheitert sei und dass das US-Militär das Land verlassen solle.

    Derzeit sind in Afghanistan noch rund 8.400 US-Militärs stationiert, die im Rahmen der Mission „Resolute Support“ unter anderem die afghanischen Regierungskräfte ausbilden und beraten. Insgesamt unterstützen etwa 13.500 Nato-Soldaten diese Operation. Im Jahr 2011 belief sich das US-Kontingent in Afghanistan auf 130.000 Soldaten. Doch Ende 2014 hatte der Großteil der Kräfte der Allianz das Land verlassen.

     

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    Tags:
    Kongresswahlen, Truppenabzug, NATO, Samir Kabulow, Dmitri Absalow, Afghanistan, USA, Russland