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    Terrorverdächtiger im russischen Gericht (Archivbild)

    Vereitelte Terroranschläge in Russland 2016 und 2017

    © Sputnik / Walerij Melnikow
    Politik
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    Der islamistische Terror macht auch vor Russland keinen Halt. Der Inlandsgeheimdienst FSB unternimmt jedoch enorme Anstrengungen für die Verhinderung von Anschlägen und sorgt so im Land für Sicherheit. Sputnik hat die vom FSB vereitelten Terrorattacken der Jahre 2016 und 2017 zusammengefasst.

    2017

    Am 15. August meldete der russische Inlandsgeheimdienst FSB die Festnahme eines Agenten des ukrainischen Geheimdienstes SBU, der eine Serie von Sabotageaktionen auf der Halbinsel Krim geplant hatte. Bei dem festgenommenen Agenten handelt es sich um den ukrainischen Bürger Gennadi Limeschko. Er wollte Stromleitungen zwischen den Städten Sudak und Nowij Swet beschädigen und einen Waldbrand legen. Zudem plante er, einen Steinschlag zu verursachen, um die Autobahn zwischen den beiden Städten zu verschütten.

    Am 14. August meldete der russische Inlandsgeheimdienst FSB die Festnahme von vier IS-Anhängern, die Terroranschläge auf Einkaufszentren und Verkehrsinfrastrukturobjekte in Moskau geplant hatten. Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen russischen Staatsbürger und drei Personen aus Zentralasien: um einen geheimen IS-Abgesandten, den Chef einer IS-Bombenbauer-Schule in Syrien, und zwei potenzielle Selbstmordattentäter.

    Ein Hochgeschwindigkeitszug vom Typ Sapsan (Velaro RUS)
    © Sputnik / Konstantin Tschalabow
    Am 31. Juli meldete die FSB-Verwaltung für das Gebiet Wladimir die Festnahme von zwei IS-Anhängern im Gebiet Moskau, die auf Anweisung ihrer IS-Chefs in Syrien auf die Vorbereitung eines Anschlags warteten. Die aus Zentralasien stammenden Festgenommenen waren im Gebiet Wladimir wohnhaft. Im Laufe der Verhöre bestätigten die Festgenommenen, Kontakte mit den Terroristen zu haben und geplant zu haben, nach Afghanistan zu reisen, um sich einer IS-Terrorgruppe anzuschließen.

    Am 28. Juli nahm der russische Geheimdienst sieben Personen fest, die der Planung von Terroranschlägen in Sankt Petersburg verdächtigt wurden. Alle sieben stammen aus Zentralasien. Laut FSB-Informationen planten die Terroristen Angriffe auf Züge und Veranstaltungen mit großen Menschenansammlungen. Aufgrund laufender Ermittlungen wurden die Namen der Festgenommenen nicht bekanntgegeben.

    Am 25. Mai meldete die Pressestelle des FSB die Festnahme von vier IS-Terroristen, die Anschläge auf Verkehrsinfrastrukturobjekte geplant zu haben. Der Gruppe gehörten vier Kämpfer an — Russen und Staatsbürger aus Zentralasien. Nach Angaben der Ermittler planten sie Terroranschläge mit selbstgebastelten Bomben. Die geplanten Terrorattacken waren nach FSB-Angaben von IS-Anführern von Syrien aus gesteuert worden.

    Am 26. April meldete der FSB die Festnahme von zwei IS-Anhängern auf der Pazifik-Insel Sachalin. Nach FSB-Angaben wollten die Festgenommenen einen verheerenden Terroranschlag an einem belebten Ort verüben. Bei den Inhaftierten handelt es sich um einen russischen IS-Anhänger und Personen aus Zentralasien. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung wurden ein selbstgebauter Sprengsatz mit Metallteilen, propagandistische und extremistische Literatur entdeckt. In ihren Handys wurden Baupläne für Bomben der Marke Eigenbau gefunden.

    Am 19. April wurde bekannt, dass der russische Geheimdienst zwei mutmaßlich in Verbindung mit Terrorgruppen stehende Kämpfer im Gebiet Wladimir außer Gefecht gesetzt hat. Bei der Festnahme leisteten die Verdächtigen Widerstand. Laut FSB-Angaben standen die aus Zentralasien stammenden Inhaftierten in Verbindung mit Anwerbern internationaler Terroristen. Sie interessierten sich für Bautechnologien von Bomben und zeigten sich bereit, Terroranschläge in Russland zu verüben. Vor Ort wurden Komponenten für Bomben, ein AK-74-Gewehr, eine PM-Pistole und Munition gefunden. Die Militärs wurden nicht verletzt.

    Laut Medienangaben vom 15. März verhinderte der russische Geheimdienst einen Terroranschlag in Moskau, der am Frauentag am 8. März bei den Feierlichkeiten verübt werden sollte. Anfang März wurde in einem Moskauer Flughafen der aus Istanbul eingetroffene Tadschike Isattilo М. festgenommen. Nachdem der Mann verstand, dass er in die Heimat ausgeliefert wird, wo ihm eine lebenslange Gefängnisstrafe droht, versuchte er, sein Telefon zu zerschlagen. Dann griff er nach Scheren und steckte sie sich in den Hals, um sich die Kehle durchzuschneiden. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Es stellte sich heraus, dass er an Kämpfen in Syrien beteiligt war. Im Laufe der Ermittlungen räumte der tadschikische Staatsbürger ein, in Moskau einen Anschlag geplant zu haben.

    Am 27. Februar wurde bekannt, dass FSB-Mitarbeiter in der Ortschaft Ust-Kinelski (Gebiet Samara) einen 20-jährigen russischen Staatsbürger festnahmen, der vor kurzem zum Islam konvertiert war. Zuvor wurde der Mann via Internet von IS-Emissären angeworben worden, die ihn damit beauftragt haben, einen Anschlag vorzubereiten. Gehilfen des Extremisten aus der Republik Dagestan überwiesen dem jungen Mann 20 000 Rubel (etwa 280 Euro) für den Kauf von Bestandteilen eines Sprengsatzes. Anleitungen zum Bombenbau wurden dem Russen aus Syrien zugesandt. Im Haus des Verdächtigen wurden ein Sprengsatz mit einer Sprengkraft von 500 Gramm Explosivstoff, ein selbstgebauter Zünder und Metallteile gefunden. Dem Festgenommenen zufolge wollte er Polizisten in ihrem Dienstauto in die Luft zu sprengen, um ihre Waffen in Besitz zu nehmen und Terroraktivitäten fortzusetzen.

    2016

    Am 29. Dezember wurden in Dagestan sieben Mitglieder einer konspirativen Gruppe von IS-Anhängern festgenommen, die Anschläge in Moskau und seiner Umgebung geplant hatten. Die Kämpfer bereiteten Anschläge auf direkte Anweisung eines sich in Syrien aufhaltenden IS-Emissärs vor. Im Laufe der Durchsuchungen ihrer Aufenthaltsorte wurden viele Schusswaffen und Bekämpfungsmittel (Granaten und Munition) sowie Komponenten für einen selbstgebauten Sprengsatz beschlagnahmt.

    Am 15. Dezember wurden bei einem Sondereinsatz in der Ortschaft Subtschaninowka am Rande der Stadt Samara zwei mutmaßliche Mithelfer der IS-Terrorgruppe verhaftet, bei denen ein Sprengsatz gefunden wurde.

    FSB verhinderte IS-Anschlagsserie in Moskau
    © Sputnik / FSB
    FSB verhinderte IS-Anschlagsserie in Moskau

    Am 15. Dezember wurde bekannt, dass eine Reihe von Terroranschlägen im Gebiet Rostow und auf der Krim verhindert worden waren. Ziel der Attacken waren Versammlungsorte, Zivilobjekte und Militärinfrastruktur. Die Verdächtigen wurden verhaftet und außer Gefecht gesetzt.

    Am 15. Dezember verhinderte der russische Inlandsgeheimdienst FSB eine Serie von Terroranschlägen in Moskau, die auf Anweisung eines sich in der Türkei aufhaltenden IS-Emissärs geplant wurden. Laut FSB-Angaben bestand die Sabotage- und Terrorgruppe aus Staatsbürgern Tadschikistans und einem Staatsbürger Moldawiens, die eine Serie von Terroranschlägen in Moskau mit selbstgebauten Bomben mit großer Sprengkraft verüben wollte. In Moskau wurden vier Mitglieder dieser Gruppe verhaftet. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen wurden einsatzbereite selbstgefertigte Bomben, automatische Schusswaffen sowie den Sprengstoff beschlagnahmt.

    Am 15. November wurde bekannt, dass der russische Geheimdienst FSB mehrere IS-Mitglieder festgenommen hat, die Anschläge in Moskau und Inguschetien vorbereitet hatten. Die Gruppe war von einem IS-Emissär ins Leben gerufen worden, der Anfang Oktober in Inguschetien bei einem Sondereinsatz getötet wurde. Insgesamt wurden fünf Mitglieder der Gruppe verhaftet. In ihrer Unterkunft und in einem speziell eingerichteten Versteck wurde ein Waffendepot entdeckt, darunter fünf Schusswaffen, zwei selbstgebaute Bomben sowie Komponenten eines Scharfschützengewehrs.

    Am 12. November meldete der russische Geheimdienst die Festnahme von zehn Personen aus Zentralasien in Moskau und Sankt Petersburg, die Anschläge mit Gewehren und Bomben auf Versammlungsorte in Moskau und St. Petersburg planten. Die Kämpfer bekannten sich zu Kontakten mit IS-Anführern. Der Einsatz wurde in der Zusammenarbeit mit Geheimdiensten Tadschikistans und Kirgisiens sowie mit Unterstützung des russischen Innenministeriums durchgeführt.

    Am 9. November nahm der russische Geheimdienst in der Stadt Sewastopol (Krim) Mitglieder einer Sabotage- und Terrorgruppe der Hauptverwaltung des Geheimdienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums fest, die Sabotage-Aktionen gegen Militärinfrastruktur und Lebensversorgungsobjekte auf der Halbinsel Krim planten. Während der Durchsuchungen wurden Sprengsätze mit großer Sprengkraft, Waffen und Munition, Kommunikationsgeräte sowie Karten der Objekte, gegen die Sabotage-Aktionen geplant waren, gefunden.

    Am 13. Oktober wurden bei einem Anti-Terror-Einsatz in der im Nordkaukasus gelegenen Republik Kabardino-Balkarien ein Bandenchef und zwei seine Mittäter ausgeschaltet. Laut FSB-Angaben waren sie an Morden an Polizisten beteiligt. Es wurde festgestellt, dass die Banditen einen Terroranschlag auf eine Massenveranstaltung zum Jahrestag des bewaffneten Überfalls der Banditen auf die Stadt Naltschik von 2005 planten.

    Am 18. August nahmen Polizisten einen IS-Anhänger fest, der vermutlich einen Anschlag geplant hat. Die Fahnder entdeckten in der Wohnung des Verhafteten eine Kalaschnikow und 30 Patronen, fünf TNT-Sprengkörper, Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen. Mitglieder der Terrorbande, die eine Sabotage-Aktion durchführen wollten, wurden festgenommen. Der gesuchte Drahtzieher des Terroranschlages wurde in Samara gefunden, wo er zuvor wohnte.

    In der Nacht zum 7. August wurde in Armjansk (Republik Krim) eine Sabotagegruppe enttarnt. Bei ihrer Festnahme wurde ein FSB-Mitarbeiter getötet. Am Ort des Zusammenstoßes wurden 20 selbstgebaute Sprengsätze, Munition und Waffen von Sondereinheiten der ukrainischen Streitkräfte entdeckt. In der Nacht zum 8. August vereitelte das Militär noch zwei Versuche des Vorrückens von Sabotage- und Terrorgruppen auf der Krim, die mittels Beschuss seitens der Ukraine und der Panzer der ukrainischen Streitkräfte Deckung bekamen. Bei den Zusammenstößen mit den Terroristen kamen zwei Angehörige der Sicherheitseinheiten ums Leben.

    Am 6. Mai vereitelte der russische Sicherheitsdienst einen Anschlag auf öffentliche Verkehrsmittel der Stadt Krasnojarsk. Nach vorläufigen Angaben wollten die aus Zentralasien stammenden Personen einen Angriff an den Maifeiertagen verüben. Die Sonderoperation zu ihrer Festnahme erfolgte am 6. Mai. Mitarbeiter des Geheimdienstes beschlagnahmten bei den Verdächtigen "Terrormittel".

    Am 8. April gab der FSB bekannt, einen Einsatz im Gebiet Wolgograd durchgeführt zu haben, bei dem Teilnehmer der Gruppe „Dschamaat von Pallassowka“ verhaftet wurden. Die Terroristen rekrutierten neue Kämpfer für den IS in Syrien. Die Gruppe agierte in der Stadt Pallassowka, die an der Grenze zwischen Russland und Kasachstan liegt. Der FSB nahm fünf Personen fest. Einer von ihnen plante einen Anschlag im Gebiet Wolgograd. Bei Durchsuchungen wurden Munition, Sprengstoff und Metallteile für Bomben sowie religiös-extremistische Literatur gefunden.

    Im Februar vereitelten nach Angaben des Chefs des Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, Mitarbeiter des russischen Sicherheitsdienstes und des Komitees für Staatssicherheit Kasachstans die Terroraktivitäten einer Bande, die eine Anschlagsserie nach dem Pariser Szenario in russischen Großstädten plante. Nach den Angriffen beabsichtigten die Terroristen, nach Syrien zu reisen, um sich einer IS-Terrorgruppe anzuschließen.

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    Tags:
    Statistik, Vereitelung, Terroranschläge, Terrormiliz Daesh, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Wolgograd, Krim, St. Petersburg, Moskau, Russland