22:27 24 Juni 2019
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    Das sowjetische Ehrenmal im Berliner Ortsteil Tiergarten

    Nach Grabschändung in Berlin: Russlands Botschaft fordert rechtliche Schritte

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    Politik
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    Denkmäler und Grabstätten von Sowjetsoldaten in Deutschland werden meist mit Sorgfalt und Respekt behandelt. Hin und wieder aber vergreifen sich Einzeltäter daran, wie jüngst am Soldatendenkmal im Berliner Tiergarten. Die russische Botschaft in Berlin fordert die deutschen Behörden nun auf, den Vorfall schnellstmöglich aufzuklären.

    Sehr bedauerlich seien solche Vorfälle, zumal die deutsche Zivilgesellschaft mit den Grabstätten von Sowjetsoldaten mit der nötigen Sorgfalt und Pietät umgehe, sagte der Sprecher der russischen Botschaft in Berlin, Denis Mikerin. Er betonte:

    „Immer wieder findet sich aber einer, der es wagt, auf solch lästerliche und zynische Weise übergriffig zu werden gegenüber der Erinnerung an jene, die für die Befreiung ganz Europas von der menschenfeindlichen Ideologie des Nationalsozialismus gefallen sind.“ In Deutschland handele es sich meist um Einzeltäter, „deren moralische Versehrtheit und Unangemessenheit meist durch entsprechende psychiatrische Gutachten bestätigt wird.“

    Am Montag ist am Sowjetischen Ehrenmal im Berliner Ortsteil Tiergarten ein 41-jähriger Mann festgenommen worden, der nazistische und russlandfeindliche Parolen ausrief und das Denkmal zu schänden versuchte.

    Die russische Botschaft fordert laut ihrem Sprecher die deutschen Behörden nun auf, den Vorfall schnellstmöglich rechtlich einzuordnen. Man wolle auf diplomatischem Wege durchsetzen, dass russische Denkmäler und Grabstätten im Bundesgebiet unbedingt unangetastet bleiben. Man rechne mit baldiger Aufklärung des Vorfalls von deutscher Seite. „Derzeit gibt es aber keinen Anlass zum Zweifel, dass der Festgenommene strengstens zur Verantwortung gezogen wird“, sagte Mikerin.

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    Tags:
    Neonazis, Schändung, Forderung, Ermittlung, Denkmal, Botschaft, Berlin, Deutschland, Russland