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    Die Anfertigung einer Kopie der ukrainischen Triebwerke für die nordkoreanischen Raketen ist laut dem russischen Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin ohne Fachleute aus der Ukraine schlicht unmöglich. Schließlich handele es sich dabei ja um keine Gemälde oder Skulpturen.

    „Was bedeutet ‚Kopie‘ eines Triebwerkes? Das ist ja kein Gemälde oder eine Skulptur. Um eine Kopie zu fertigen, braucht man entweder das Original des Triebwerkes oder seine detaillierten Entwürfe“, schrieb Rogosin auf Twitter. 

    „Auch ohne ukrainische Fachleute, die bereit und imstande sind, eine Produktion auf einer fremden Technologieplattform zu entwickeln, kommt man nicht aus“, fügte er hinzu. Es gehe auf jeden Fall um ein Schmuggelgeschäft unter Umgehung aller existierenden internationalen Verbote. 

    Die Zeitung „The New York Times“ (NYT) hatte am Montag unter Berufung auf vertrauliche Einschätzungen von Geheimdiensten und eine Analyse vom britischen International Institute for Strategic Studies (IISS) berichtet, dass Nordkorea Triebwerke aus ukrainischer Fertigung auf dem Schwarzmarkt erwerben konnte. Hergestellt wurden die Triebwerke demnach angeblich beim Raketenbauer Yuzhmash. Dieser dementierte bereits die Informationen. Laut dem Chefkonstrukteur des ukrainischen Konstruktionsbüros Juschnoje, Alexander Degtjarjow, ist es nicht auszuschließen, dass irgendwer die Triebwerke kopiert haben könnte. 

     

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    Tags:
    Verwicklung, Fachleute, Kopie, Triebwerk, Rakete, Schmuggel, Dmitri Rogosin, Nordkorea, Russland, Ukraine