01:19 21 November 2018
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    Chef des US-Generalsstabs General Joseph Dunford in China

    Zufalls-Krieg verhindern: USA und China spannen Draht zueinander

    © REUTERS / Pool/ Mark Schiefelbein
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    Der ranghöchste Mann des Pentagons, Joseph Dunford, besucht das Oberkommando der chinesischen Streitkräfte. Dies ist ein Signal dafür, dass Peking mit Pjöngjang mächtig unzufrieden ist, wie die Zeitung „The Wall Street Journal“ schreibt.

    Zuvor hat Joseph Dunford, Chef des US-Generalsstabs, mit seinem chinesischen Amtskollegen, Fang Fengui, vereinbart, die Kommunikation zwischen den Streitkräften beider Länder auszubauen. Das entsprechende Abkommen haben die beiden Generalstabschefs laut dem Blatt am Dienstag, den 15. August unterzeichnet.

    Dunfords Besuch in China sei geplant worden, lange bevor Nordkorea mit einem Angriff auf die Insel Guam gedroht habe. Doch zeigten der Besuch und die Vereinbarung: Beide Seiten seien zunehmend besorgt, es könne wegen der Krise um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm zu militärischen Fehlschlüssen zwischen den Vereinigten Staaten und China kommen, schreibt das Blatt.

    Joseph Dunford besucht laut Zeitung das Oberkommando des chinesischen Militärbezirks Nord in der Stadt Shenyang an der Grenze zu Nordkorea. Von dort aus beobachtet er eine Übung der chinesischen Armee.

    Laut Militärexperten, die die Zeitung zitiert, hat China in den letzten Monaten den Grenzschutz im nördlichen Militärbezirk verstärkt. Auch modernisiert und trainiert das chinesische Militär seine dortigen Kräfte, um sie auf einen potentiellen Konflikt in Nordkorea vorzubereiten, „einschließlich eines möglichen Atomschlags der USA“.

    Das Abkommen über den „Gemeinsamen Mechanismus des Dialogs zwischen den Stäben“, welches die beiden Generalstabschefs unterzeichnet haben, sieht für den kommenden November die Aufnahme eines offiziellen Dialogs in Washington vor. Der „nordkoreanische Kontext“ sei dabei offensichtlich, schreibt die Zeitung. „Die letzten beiden Monate haben die beiden Seiten motiviert, diesen Schritt zu machen.“

    Eine Expertin kommentierte laut der Zeitung: „Peking verliert offenbar die Geduld mit Kim Jong-un. Dies geschieht offenbar schon seit längerem. Noch aber ist das Maß nicht voll, um mit ihm vollends zu brechen.“ Ein Dialog zwischen den Armeen beider Länder sei jedenfalls begrüßenswert, doch müsse diese Initiative auch auf höhere Ebenen übergehen.

    Ferner schreibt das Blatt: Die Blaupause für das vereinbarte Abkommen habe eine vergleichbare Vereinbarung zwischen den USA und Russland aus dem Jahr 2015 geliefert. Damals hatten Washington und Moskau einen regelmäßigen Kommunikationskanal eingerichtet, um Eskalationen in Syrien zu vermeiden.

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    Tags:
    Konfliktlösung, Besuch, Militär, Joseph Dunford, Nordkorea, USA, China