04:33 25 November 2017
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    Russlands Stützpunkt, Krim (Archivbild)

    Warum ukrainische Saboteure von Krim nicht zurückkehren

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    Politik
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    Alexander Chrolenko
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    Auch diesmal versucht der ukrainische Geheimdienst, die Urlaubssaison auf der russischen Krim erheblich zu stören – doch etwas ging schief. Bei dem Versuch, Stromleitungen zwischen Sudak und Nowij Swet zu beschädigen, ist ein Agent des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU namens Gennadi Limeschko festgenommen worden.

    Gennadi Limeschko stammt aus Charkiw. Er ist Experte für militärische Fernaufklärung und Teilnehmer der sogenannten „Strafexpedition” der ukrainischen Streitkräfte im Donezbecken. Vor seiner Festnahme sägte er am Mast einer Stromleitung.

    Angehörige des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB beschlagnahmten bei dem Diversanten zwei TNT-Sprengkörper, den Zündmechanismus eines Sprengsatzes, eine Granate RGD-5 mit eingeschraubtem Zünder, Behälter mit Brennflüssigkeit, eine Handsäge und eine Digitalkamera (für das Dokumentieren der Diversionstätigkeit).

    Limeschko wollte zudem einen Steinschlag verursachen, um die Autobahn zwischen Sudak und Nowij Swet zu verschütten. Außerdem wollte er Stromleitungen beschädigen, einen Waldbrand im Gebiet Aluschta legen und ein Objekt der Versorgungswirtschaft unweit der Ortschaft Rybatschje in Brand setzen. Dabei handelt es sich um die beliebtesten Urlaubsorte an der Südküste der Krim. Die Diversionen waren darauf gerichtet, nicht nur die Wirtschaftsinfrastruktur zu zerstören, sondern auch eine negative Resonanz in der Öffentlichkeit auszulösen.

    Der verhaftete SBU-Agent räumte ein, in einer Gruppe geschult worden zu sein, die Diversionen auf der Halbinsel und anderen russischen Regionen geplant hatte.

    Das Ermittlungskomitee für die Krim und Sewastopol leitete bereits ein Strafverfahren gegen den SBU-Agenten ein. Im Laufe der Ermittlungen wird nach möglichen Mittätern und Mithelfern des Saboteurs gefahndet. Den Rest des Sommers wird Limeschko wohl in Untersuchungshaft verbringen.

    Der Saboteur wurde wohl seit seinem Grenzübertritt zur Krim vom SBU gesteuert. Es ist nicht einfach, ohne Dokumente auf die Halbinsel zu gelangen. Die Listen der Teilnehmer der Strafexpedition der ukrainischen Streitkräfte im Donezbecken können bei ihnen gekauft werden. Solche Personen fallen dem russischen Sicherheitsdienst besonders auf.

    Das „fruchtbarste“ Jahr für ukrainische Diversionen auf der Krim war das Jahr 2016.

    Am 7. und 8. August 2016 vereitelten FSB-Grenzsoldaten und Sondertruppen des Verteidigungsministeriums zwei Versuche des Vorrückens von Sabotage- und Terrorgruppen auf der Krim, die mittels Beschuss seitens der Ukraine und der Panzer der ukrainischen Streitkräfte Deckung bekamen.

    Am 14. November meldete die Pressestelle des FSB die Festnahme von drei Mitgliedern einer Sabotage- und Terrorgruppe des ukrainischen Verteidigungsministeriums in der Stadt Sewastopol, die die Vorbereitung von Terroranschlägen gestanden.

    Am 21. November wurden in Simferopol weitere zwei an der Vorbereitung der Sabotageaktionen beteiligte Personen verhaftet.

    Die Spione der ukrainischen Streitkräfte und des ukrainischen Sicherheitsdienstes agieren auf der russischen Krim als „Touristen“ oder getarnt als Geschäftsmänner. Sie beobachten Objekte der Schwarzmeerflotte, planen Diversionsaktionen gegen Infrastrukturobjekte. Die Vermutung liegt nahe, dass eines der Hauptziele der ukrainischen Diversanten die Brücke über die Straße von Kertsch war und auch lange Zeit bleiben wird. Auf Spitzel, Späher und Saboteure wartet man in Russland Tag und Nacht, zu Land und zu Wasser.

    Natürlich streitet Kiew die Existenz der Diversanten der ukrainischen Streitkräfte und des ukrainischen Sicherheitsdienstes ab. Die ukrainischen Militäraufklärer dementieren stets ihre Täterschaft und werfen den russischen Sicherheitsdiensten Provokationen vor. Jedoch sehen die Waffen, Sprengsätze und Kommunikationsmittel, über die einige ukrainische „Touristen“ und „Reserveoffiziere“ verfügen, überzeugender aus. Die verhafteten Teilnehmer von Sabotage- und Terrorgruppen gestehen in der Regel ihre Schuld.

    Die Schicksale der gescheiterten Agenten der ukrainischen Sicherheitskräfte und der Hauptverwaltung des Geheimdienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums sollen ihre potentiellen Mithelfer — Vertreter der radikalen nationalistischen Organisationen Rechter Sektor, Trisub (Dreizack), Bely Molot (Weißer Hammer) und die ehemaligen ukrainischen Militärangehörigen, die auf der Krim geblieben sind – belehren.

    Es ist klar, dass Kiew in absehbarer Zeit nicht auf die antirussischen Aktivitäten und den Wunsch, eine sogenannte Anti-Terror-Operation auf der Krim durchzuführen, verzichten wird. Die aggressiven Sabotage- und Aufklärungsmethoden in allen Richtungen, darunter Waffenschmuggel nach Westeuropa, sind ein politischer Trend der Ukraine nach dem Maidan.

    Jedoch muss betont werden: Die die Sabotagetätigkeiten begleitenden Versuche der ukrainischen Führung, eine touristische Blockade der russischen Krim zu organisieren, scheitern systematisch. Viele Tausende ukrainische Bürger wollen immer noch auf die Krim reisen, trotz Propaganda und Autoschlangen. Die russische „Soft Power“ ist auch diesmal stabiler und konstruktiver als die geopolitische Abenteuerlust, die an internationalen Terrorismus grenzt.

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    Tags:
    Agenten, Sabotage, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Ukrainischer Sicherheitsdienst SBU, Ukraine, Russland