Widgets Magazine
17:49 17 Oktober 2019
SNA Radio
    Philippinische Polizei (Archiv)

    Philippinen: Dutertes „Todesschwadron“ tötet 32 Menschen in nur einer Nacht

    © REUTERS / Romeo Ranoco
    Politik
    Zum Kurzlink
    9695
    Abonnieren

    Auf den Philippinen hat die Polizei in der Nacht auf Mittwoch im Rahmen des Anti-Drogen-Kampfes 32 mutmaßliche Drogenhändler getötet. Dies meldeten internationale Nachrichtenagenturen.

    Die Polizei führte demnach in der Nacht 66 Einsätze in der Provinz Bulacan nördlich der Hauptstadt Manila durch. Bei 14 davon soll es zu Schusswechseln zwischen Ordnungskräften und Drogenhändlern gekommen sein.

    Der Polizeichef der Provinz, Romeo Caramat, teilte mit, die Beamten hätten zudem 107 Verdächtige festgenommen.

    Ende Juli hatte die philippinische Polizei bei einer Anti-Drogen-Razzia den Bürgermeister der Stadt Ozamis, Reynaldo Parojinog, sowie mehrere seiner Verwandten und Leibwächter erschossen. Zuvor hatte der philippinische Präsident Rodrigo Duterte Parojing auf eine Liste der wegen Drogenkriminalität verdächtigten Politiker gesetzt.

    Im Herbst 2016 versprach der philippinische Präsident, er werde zum Adolf Hitler für all jene, die Drogen in seinem Land in Umlauf bringen und konsumieren würden. Seitdem berichten Medien über Todesschwadronen, die Menschen ohne Ermittlungen auf bloßen Verdacht des Rauschmittelhandels oder —konsums hin töten. Seit Dutertes Amtsantritt Ende Juni 2016 sollen im blutigen Kampf gegen die Drogenszene schon über 3000 Verdächtige umgebracht worden sein.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Philippinische Polizei erschießt Bürgermeister bei Anti-Drogen-Einsatz
    Philippinen: Terroristen enthaupten Polizeichef und nehmen 14 Menschen als Geiseln
    Tags:
    Anti-Drogen-Kampf, Drogenhändler, Rodrigo Duterte, Philippinen